Saison 2016/17 Spielvorschau / allgemeine Infos

Text von Helmut Findelsberger, Fotos von Dominik Findelsberger

Vier Jahrzehnte Bestandteil des Bayerischen Eishockeysports

Im Eishockeydorf Gebensbach feiert der ESV sein Jubiläum mit zweitägigem Sommerfest

Gebensbach  Das hätte sich wohl keiner dieser Eishockeyverrückten träumen lassen. Aus den 44 Gründungsmitgliedern, die am 16. September 1977 beim Mooserwirt den Eissportverein Gebensbach in dem kleinen Dorf am östlichen Rand der Gemeinde Taufkirchen installierten, ist ein Verein mit über 700 Mitgliedern geworden, der am 24. und 25. Juni mit seinem Sommerfest das 40-jährige Vereinsjubiläum feiert.

Ein Schlittschuhkurs für Kinder von Oktober bis März mit ständig mehr als 100 Teilnehmern, die Eishockeyschule, drei Nachwuchsmannschaften, eine Spielgemeinschaften mit dem ESC Dorfen bei der Altersklasse U23 und die Seniorenmannschaft in der Bezirksliga bilden einen dermaßen umfangreichen Spielbetrieb, der dem Dorfclub wirklich alles abverlangt. Es gibt auch Sparten beim ESV, in denen es sportlich weniger ernst zugeht. Das sind einmal die Freizeitfußballer, die sowohl in der freiluft- als auch in der Hallensaison an Turnieren teilnehmen. Wie die Fußballer haben auch die Stockschützen beim Sommerfest stets ihren Saisonhöhepunkt. 

In diesen vier Jahrzehnten sorgte der Club aus dem Eishockeydorf für manches Aufsehen in der Eishockeylandschaft Bayerns. Zuletzt lieferte vor allem der Nachwuchs die positivsten Schlagzeilen.  Die Kleinschüler (U12) wurden vergangene Saison Bayerischer Vizemeister der Landesligen. Die Kleinstschüler (U10), deren Spielbetrieb in Turnierform mit Spielen quer über die Eisfläche durchgeführt wird, holten sich in Vor- und Rückrunde jeweils den Meistertitel und eine Kleinstschülermannschaft 2 (U9) bestritt bereits Freundschaftsspiele. Manchen höherklassigen Clubs macht die Vorgabe des Bayerischen Eissportverbandes, ab der kommenden Saison auch eine U8-Mannschaft zu stellen, noch großes Kopfzerbrechen - ESV-Nachwuchsleiter Markus Lauffer kann in dieser Hinsicht bereits Vollzug melden, denn „diese Mannschaft steht bereits“. Lauffer ist auch Vizepräsident des Stadionhausherrn ESC Dorfen und mit ein Garant dafür, dass die Kooperation in der Nachwuchsarbeit zwischen den beiden Clubs so hervorragend funktioniert. Ab den Knaben (U14) geht es unter Federführung des ESC Dorfen über Schüler (U16) bis zur Altersklasse Jugend (U19) weiter. Bei der U23 gab es letzte Saison eine sehr erfolgreiche Dreier-Spielgemeinschaft mit Dingolfing unter Dorfener Federführung.

Eishockey in Gebensbach schon in den 50er- und 60er-Jahren

Die Ursprünge des Gebensbacher Eishockeysports reichen ja viel weiter als nur bis zur Vereinsgründung zurück.  Rund um Gebensbach wurde auf den Weihern von Kalmhub, Geratsberg und Nehaid die Puckjagd betrieben. Auf dem Kalmhuber Weiher gab es sogar „Eishockey als Schulsport“. Da gingen alle mittags nach dem Unterricht nach Hause und nachmittags war unter dem Volksschullehrer Franz Angermaier die „Spielstunde“ auf dem Kalmhuber Weiher angesetzt mit einigen späteren ESV-Eishockeyspielern, Funktionären und auch Vorsitzenden – und nicht wenige lenken heute noch an vorderster Front den ESV-Betrieb.

Wie Gründungspräsident Josef Aigner in einem Gespräch bestätigte, wurde sogar schon in den 50er-Jahren Eishockeysport betrieben, auch wenn der Puck und „zusammengetretene Heringsdose“ und der Schläger ein Haselnussstecken mit einer Krümmung an einem Ende waren.   Als der aus der Taufe gehobene Verein nach zwei Jahren Landshuter Hobbyliga mit dem Gewinn der Meisterschaft in der ersten Saison 77/78 in der Premierensaison 1979 in der Landesliga als unterster Liga im BEV startete, gab es gleich den Sensationspaukenschlag mit einem Sieg beim amtierenden Meister Vilshofen. In der darauf folgenden Saison schickte man auch schon eine zweite Seniorenmannschaft in den Spielbetrieb der Hobbyligen. Als der Verband 1987 die Kreisliga – später umbenannt in Bezirksliga – als unterste Liga installierte, war der ESV mit einer 1b-Mannschaft von Anfang an dabei. Bis 2004 war Gebensbach mit seiner 2. Mannschaft in der Bezirksliga vertreten. 2006 stieg der ESV mit seiner 1. Mannschaft aus der Landes- in die Bezirksliga ab. Triumphal gelang 2007 der prompte Wiederaufstieg als Bayerischer Bezirksligameister. Im Halbfinale wurde sogar der heutige DEL2-Club Bayreuth bezwungen. 2012 stieg man aus der inzwischen ins Halbprofitum mutierten Landesliga erneut ab. In der Bezirksliga ist der ESV inzwischen auch am besten aufgehoben.

Zu jedem Auswärtsspiel mit dem Bus – manchmal sogar mit zwei!

Auch außerhalb der Bande hat der ESV schon für manche Schlagzeile und Anekdote gesorgt. Zu Auswärtsspielen wurde auf Grund der wahnsinnigen Euphorie im Umfeld immer mit dem Bus gefahren – selbst ins nahegelegene Moosburg. Nicht selten waren auch zwei Busse nötig, wie etwa in der Saison 83/84 zum Spiel beim finanziell bedingt in die Landesliga zurückgegangen Hedos München. In der Saison hatte man für die Landesligasaison auch über 100 Dauerkarten abgesetzt. Weit über 1000 Besucher kamen zu Saurennen, Pferderennen oder dem Auftritt des Musikrebellen Hans Söllner anlässlich eines Sommerfestes. 2002 wurde anlässlich des 25-jährgen Vereinsjubiläums von Hans Zuhr und Hans Wagner der „vermeintlich größte Eishockeyschläger der Welt“ gebaut. Das etwa 20 Meter lange Monstrum wurde beim Versuch, es ins Guinnessbuch der Rekorde eintragen zu lassen, von der Jury abgelehnt mit der Begründung, „es sei nicht aus einem Stück gefertigt“.

Außergewöhnlich lange Haltbarkeiten sprich Amtszeiten kann man den bisherigen Vorsitzenden attestieren. Nur drei Vereinspräsidenten in 40 Jahren gibt es mit Josef Aigner von 1997 bis 1983, Josef Kerscher (1983 – 2001) und seit 2001 Peter Kerscher. Der hat mit seinen Vorstandkollegen Willi Egert und Monika Schsuter (Kassiererin und 3. Vorsitzende), dem Vereinsausschuss und Festausschuss jede Menge Arbeit, das anstehende Sommerfest mit Vereinsjubiläum zu organisieren.

Das zweitägige Sommerfest auf dem Vereinsheimgelände

Am Samstag findet ab 10 Uhr zum 31. Mal das Kleinfeldfußballturnier mit 12 Mannschaften statt. Parallel dazu werden zum 17. Mal am Gelände vor dem Vereinsheim die Ortsmeister im Asphalt-Stockschiessen ermittelt. Um 18 Uhr findet der Flohmarkt „Rund ums Kind“ statt und der Biergartenbetrieb läuft ganztägig.

Am Sonntag findet um 10.15 Uhr der Gottesdienst im Mooserwirtshof mitten in Gebensbach statt. Im Festzug geht es dann zum Vereinsheim. Kulinarisch steht dabei ein Ochs am Grill im Mittelpunkt. Ab 12 Uhr bestreiten die F- und E-Jugendteams aus Moosen, Velden, Inning a. H. und Gebensbach ein Kleinfeldfußballturnier. Nach der Siegerehrung um 17 Uhr werden noch die ESV-Nachwuchsmannschaften der kommenden Saison mit Trainern und Funktionären vorgestellt.      

 

Abteilungsleiter Alex Aigner (rechts) mit Florian Panthaler als erfolgreichstem Torschützen und Punktesammler sowie den Trainingsfleißigsten Manuel Hammerlindl, Jonas Weindl und Franz Neumayr (v. li.)

 Ein Herzbluttrainer wurde verabschiedet: Vorstand Peter Kerscher, Sportausschusssprecher Anton Galler und Abteilungsleietr Alex Aigner mit Sergej Demcenko (v. li.)  Fotos: Dominik Findelsberger

Für die „Erste“ gab es nicht nur Lob

ESV zog bei der Mitgliederversammlung auch sportlich Bilanz

Gebensbach  -  „Angesichts der Flut an Nachwuchsspielern muss uns um das Gebensbacher und Dorfener Eishockey nicht bange sein“. Sportausschusssprecher Anton Galler nahm bei der Mitgliederversammlung des ESV gleich den Faden seines Vorredners, Nachwuchsleiter Markus Lauffer, auf.

Der U23 - Spielgemeinschaft bestätigte er, dass sie als Vierter der Bayer. Meisterschaft alle sehr positiv überrascht hat. „Das Saisonziel mit einem Platz unter den ersten Fünf haben sie gerade noch geschafft“ – für die 1. Mannschaft gab es dagegen nicht nur Lobeshymnen. Galler bestätigte, was viele so gesehen hatten, dass nämlich auf Grund der günstigen Konstellation mit den zusätzlichen Spielen gegen Dachau und München auch Platz 3 möglich gewesen wäre. „Da kommen halt sehr viele unterschiedliche Charakter zusammen“ so Galler und „Sommertraining haben viele von ihnen anscheinend auch nicht nötig“.

Die immer besser werdende Disziplin mit immer weniger Strafzeiten stellte Galler schon heraus und da kam er auch auf die Verdienste von Sergej Demcenko zu sprechen. Ihn galt es nun nach fünf Jahren zu verabschieden und Galler beschrieb ihn als „Herzbluttrainer“. Sein Trikot „möchte man ihm nicht überreichen denn der Spielerpass ist ja noch beim ESV“ meinte Galler etwas zweideutig. In den letzten drei Spielzeiten lief der 44-jährige immerhin dreizehnmal selbst auf.  Für den „Macher des Neuaufbaus nach dem Landesligaabstieg“ gab es eine tolle Fotocollage, bezogen auf seine 5 Jahre beim ESV sowie eine edle Zigarre und etwas Alkoholisches.

„Seit Jahren rauche ich nicht mehr und Schnaps trinke ich auch nicht“ so Demcenko, trotzdem zeigte er sich ziemlich gerührt. Er bedankte sich bei allen, die ihn unterstützt hatten, vor allem bei Stefan Mooshofer. In dessen Metallwerkstatt arbeitet er seit einem Jahr und von diesem eingefleischten ESV-ler und früheren Landesligaspieler erfuhr er viel Entgegenkommen. Ein besonderes Dankeschön ging an die Adresse von Uschi und Hans Peterrmaier, die den Eishockeysputnik Vitalii Mikhailichenko diese Saison aufgenommen hatten.

Geehrt wurden von Anton Galler noch Topscorer Florian Panthaler als bestem Torschützen und Scorer mit 13 Toren und 20 Vorlagen „für eine ganz starke Saison“ sowie die Trainingsfleißigsten Jonas Weindl, Manuel Hammerlindl und Franz Neumayr.

 

Zum 40-jährigen sehr gut aufgestellt

Mitgliederversammlung des Eissportvereins mit beeindruckenden Zahlen

Gebensbach  -  Die Gefahr der Überlänge war angesichts des proppenvollen Programms bei der ESV-Mitgliederversammlung am Samstagabend gegenwärtig. Dieser Termin wird traditionell mit dem Saisonabschluss der Seniorenabteilung verbunden. So machte es durchaus Sinn, im Vorfeld allen Protagonisten begrenzte Redezeit  vorzugeben.

Dass man in der – O-Ton Vorstand Kerscher - „kleinsten, aber feinen“ Abteilung Fußball den Sport nicht immer so bierernst sieht, wurde aus den Worten des aus beruflichen Gründen ausscheidenden Abteilungsleiters Wolfgang Betz deutlich. „Beim Kegelabend war die Beteiligung größer, als bei manchem Fußballtermin“ so Betz.

Nachwuchsleiter Markus Lauffer, der am Nachmittag bereits die Saisonabschlussfeier seiner Abteilung zu meistern hatte, ging in seinem Bericht gleich auf die kommende Saison ein, denn „Anfang Mai geht es mit dem Trockentraining los“. Sportlich war die abgelaufene Saison überaus erfolgreich, die Kleinstschüler „haben mit Vor- und Rückrundenmeistertitel die Liga gerockt“, die Kleinschüler wurden Bayer. Landesligavizemeister. Kommende Saison gibt es neben U9, U10, U12 und der U14-Spielgemeinschaft mit Dorfen auch eine U8 und „die Kinder sollen beim ESV weiterhin Spaß am Eishockey haben“ so Lauffer.

Nachdem die Ausführungen von Sportausschusssprecher Anton Galler zum Thema 1. Mannschaft und U23 mit Ehrungen und Verabschiedung von Trainer Demcenko den Zeitrahmen etwas sprengten (gesonderter Bericht folgt), gab Kassiererin Monika Schuster für ihren Bericht „Kürze als Würze“ aus. Bilanziert wird beim ESV ein Wirtschaftsjahr vom 1.9. bis 31.8. Da erbrachte die Saison 15/16 zum Stichtag 31.8.16 bei einer Ausgabensumme von 92000 Euro bedingt durch Sonderausgaben wir mehrere Sätze Trikots im Nachwuchs- und Seniorenbereich ein Minus von 3000 Euro. Durch sehr gute Ergebnisse der Vorjahre war dies locker zu verschmerzen und die aktuelle Saison ist noch nicht abgeschlossen.

Die Neuwahlen brachten keine allzu großen Veränderungen. Angeführt wird der Dorfclub weiterhin von Peter Kerscher (1. Vorsitzender), Willi Egert (2. Vorsitzender) und Monika Schuster (Kassiererin und 3. Vorsitzende). Neu im 12-köpfigen Vereinsausschuss sind Paul Huber (Fußball) und Josef Kerscher (Beirat).

Mit einem Ausblick auf das 40-jährige Vereinsjubiläum übernahm Vorstand Kerscher den abschließenden Part. „Das Sommerfest am 24. und 25. Juni soll wieder ein Event werden“ so Kerscher und „der Festabend am 16. September ist passenderweise auch der Gründungstag aus dem Jahr 1977“. Zwei Zahlen hatte Kerscher noch parat: 736 Mitglieder zählte der ESV zum Stichtag 31.12.2016 und von den 44 Gründungsmitgliedern gehören noch 39 dem Verein an.

 

Einige der "Ersten Generation", die Ende der Siebziger Eishockeyspielenden Gründungsväter, traten zum Penaltyschiessen an. Von links; Egert Willi, Lechner Anton, Galler Anton, Kerscher Josef, Geiselbrechtinger Michael, Weindl Toni und Kerscher Peter.        Foto: Dominik Findelsberger

 

Eishockeystreifzug durch vier Jahrzehnte

Mit bunt gemixtem Eishockeytag eröffnete der ESV sein Jubiläumsjahr

 Gebensbach  -  Mit einem alle Generationen übergreifenden Eishockey-Mix sind die Puckjäger aus dem Eishockeydorf am Samstag in ihr Jubiläumsjahr „40 Jahre ESV Gebensbach“ gestartet.

Die jüngsten Puckjäger, die Kleinstschüler 2 (U8) eröffneten diesen Tag des ESV-Eishockeysports im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion. Die letzten drei Jahre blieb der imposante Wanderpokal im Eishockeydorf. Nun ging der Cup wieder mal auf Reisen, denn der Sieger hieß diesmal EV Moosburg vor dem ESV, der SG Inzell/Trostberg und dem EHC Waldkraiburg; Ergebnisse: Gebensbach – Waldkraiburg 4:1, Inzell/Trostberg – Moosburg 2:4, Gebensbach – Moosburg 0:2, Waldkraiburg – Inzell/Trostb. 3:3, Moosburg – Waldkraiburg 7:1, Gebensbach – Inzell/Trostberg 5:2.

Die Kleinschüler (U12) des ESV beendeten erst eine Woche vorher sehr erfolgreiche Saison als Bayerischer Vizemeister der Landesliga. Das Freundschaftsspiel gegen den EV Landshut, der nur mit dem älteren Jahrgang angetreten war, endete mit einer 1:19-Niederlage. Beim ESV wurden bewusst neben beiden Jahrgängen auch der nachrückende Kleinstschülerjahrgang eingesetzt. Kommende bestünde die Möglichkeit, in der Bayernliga zu spielen und da nützten die ESV-Verantwortlichen dieses Spiel schon mal zum Austesten. 

Nach dem Nachwuchs waren die „Eishockeylegenden“ an der Reihe. Die Mannschaft, die 2007 Bayerischer Bezirksligameister wurde, trat fast vollzählig gegen das aktuelle Bezirksligateam an. Und keinesfalls unvorbereitet, denn schon länger hatten die Oldies einmal wöchentlich mit der „Ersten“ mittrainiert. Die „Jungen“ ließen sich von den „Alten“ dann doch nicht abzocken, wenn auch in aller Freundschaft. Unter der Leitung von Gerhard Bauer, für den ESV im BEV und DEB in über 1000 Spielen als Schiedsrichter im Einsatz, und dem aktuellen Bayernligahauptschiri Markus Wohlgemuth hieß es nach dreimal 15 Minuten 6:4 für das aktuelle Bezirksligateam.

In der ersten Drittelpause traten einige der „Ersten Generation“, die Ende der Siebziger eishockeyspielenden Gründungsväter, zum Penaltyschiessen an. Die Ausbeute blieb eher bescheiden gegen Manuel Hammerlindl, dem Keeper der „Ersten“ sowie Stefan Kerscher und Christian Frank aus dem Meisterteam 2007. Der Feierlaune für die folgenden Stunden in der Stadiongaststätte tat dies keinen Abbruch. 

 

Immerhin ein versöhnlicher Saisonausklang

Die ESV-Puckjäger besiegen Dachau erst nach ganz starkem Schlussdrittel

 

Gebensbach Der letzte Eindruck bleibt haften. Der ESV beherzigte dies und fertigte den ESV Dachau am Sonntagabend im letzten Saisonspiel 7:4 (2:2, 0:0, 5:2) ab. Für die Gäste war es das dritte Spiel innerhalb von vier Tagen. Respekt, wie der Tabellenletzte und die „Schießbude“ der Liga mit bis dato 160 Gegentoren, mit 12 Feldspielern den ESV forderte. Die Amperstädter wurden ihrem Ruf als Angstgegner der Gebensbacher, die immerhin noch 14 Feldspieler aufbieten konnten, gerecht auch wenn ihnen ein dritter Sieg im vierten Saisonvergleich nicht gelang.

  

Es ging sehr gut los für den ESV mit zwei frühen Treffern, die tollem Kombinationsspiel entsprangen. Zum 1:0 nach gut drei Minuten hatte Florian Panthaler einen Klassespielzug abgeschlossen. Verteidiger Franz Neumayr hatte zum 2:0 den Puck präzise ins Kreuzeck gezirkelt. Die erste Strafzeit überstand der ESV mit viel Glück und einem starken Manuel Hammerlindl zwischen den Pfosten. Dann näherte sich „Gebensbach-Schreck“ Sebastian Kubitz seinem achten Treffer in den „Gebensbach-Spielen“ dieser Saison. Zuerst einmal konnte Hammerlindl noch Schlimmeres verhindern. Seine Vorderleute bettelten dann direkt um einen Gegentreffer und der Kapitän der Spechte nahm die Einladung an. Zum 2:2 konnte dann mit Maximilian Erber ein Verteidiger bei einer ESV-Strafzeit relativ unbehelligt einlochen.

Ein Hammerlindl in Bestform hatte das Remis nochmal gegen Kubitz in Pause retten müssen. Seine Kameraden fanden auch nach Wiederbeginn nicht mehr zu dem guten Spiel der Anfangsphase. Eine Doppelstrafzeit nach 23 Minuten überstanden sie immerhin problemlos, nachdem Hammerlindl wieder mal Kubitz den Nerv gezogen hatte. Jonas Weindl und Florian Panthaler konnten dann 100%ige Torchancen nicht verwerten. Dreimal hatte der ESV in diesem Spielabschnitt Überzahl, aber es war einfach der Wurm drin. Nach 31 Minuten stürmte Kubitz allein Richtung ESV-Heiligtum, Hammerlindl rettete spektakulär und im Liegen auch noch den Nachschuss von Fleissner zu fassen. 7 Sekunden vor der Pause kam Kubitz völlig frei vor dem ESV-Tor zum Abschluss – Endstation Hammerlindl!

Nicht mehr wiederzuerkennen war das Heimteam im Schlussdrittel. Das schnelle 3:2 nach 23 Sekunden durch Rudi Mayer glich Dachaus Max Schön gegen den zur Pause eingewechselten und noch etwas indisponierten Christian Hoffmann im ESV-Tor 10 Sekunden später schon wieder aus. Trainer Sergej Demcenko, der selbst als fünfter Verteidiger im Einsatz war und der als Bandenchef fungierende Abteilungsleiter Alex Aigner schienen die passende Kabinenansage gefunden zu haben. Kurzfristig umgestellt auf zwei Fünferblöcke, ging beim Heimteam endlich die Post ab. Thomas Schalk, Florian Panthaler und Verteidiger Neumayr mit seinen Toren Nr. 2 und 3 an diesem Abend sorgten mit blitzsauberen Treffern für ein 7:3. Beim letzten Dachauer Treffer durch Max Kronschnabl machte Hoffmann nochmal keine allzu glückliche Figur. Der Landshuter war verabredungsgemäß eingewechselt worden, schließlich war es für den Nothelfer beruflich bedingt schon dessen Abschiedsspiel im ESV-Trikot!

Der ESV rangiert im Abschlussklassement der Bezirksliga Gr. 2 Tabellenplatz 5 unter 8 Teams. 7 Punkte hat man gegen die abgeschlagenen Dachauer und den Münchner EK verschenkt und die hätten jetzt für den 3. Tabellenplatz gereicht. 

 

Statistik:  1:0 (4.) Fl. Panthaler (Weindl), 2:0 (7.) Neumayr (Kl. Mayer, Bertl), 2:1 (14.) Kubitz (Wolff, Buchwieser), 2:2 (17.) Erber (Wolff, Buchwieser / 5-4), 3:2 (41.) R. Mayer (Fl. Panthaler, D. Panthaler), 3:3 (41.) Schön, 4:3 (44.) Schalk (Reiter, Mikhailichenko), 5:3 (49.) Fl. Panthaler (Bertl), 6:3 (51.) Neumayr (Bertl, Mikhailichenko / 5-4), 7:3 (55.) Neumayr, 7:4 (56.) Kronschnabl; Strafminuten: ESVG 10 / ESVD 10; Schiedsrichter: Michael Huber, Tobias Schwenk; Zuschauer: 80

 

Gelingt ein versöhnlicher Saisonabschluss?

ESV-Puckjäger empfangen am Sonntag zum letzten Saisonspiel Dachau

 Gebensbach  -  Zum letzten Pflichtspiel dieser Saison empfängt der ESV am Sonntag seinen Namensvetter aus Dachau. Spielbeginn ist im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion um 17 Uhr.

Wer am Sonntag spielt wusste Trainer Sergej Demcenko am Donnerstag selbst nicht, denn „Dienstag waren nur sechs und Mittwoch acht Feldspieler neben den Torhütern im Training“. Das heißt wohl auch: „gut dass es dann vorbei ist“! Bei einem Kader mit 19 Feldspielern liegt es nicht nur an verletzten, kranken oder beruflich verhinderten Spielern.

So war auch Benno Bach seit seinen sechs Treffern im Spiel am 15. Januar gegen München zum Teil krankheitsbedingt nicht mehr auf dem Eis. Seit Montag sind nun er und seine Frau Janine glückliche Eltern ihres Sohnes Noah. Der ESV wünscht der jungen Familie alles Gute – der „Sechs-Tore-Mann“ glänzte nur leider auch diese Woche durch Abwesenheit.

Auf dem Papier so leicht wie diese Saison wird es der ESV so schnell nicht wieder bekommen. Durch die Eineinhalbfach-Runde durfte man neben Aich immerhin gegen die beiden Letzten der Tabelle, Dachau und den Münchner EK viermal spielen. Klostersee als Erster, Inzell (3.), Waldkraiburg 1b (4.) und die immer besserwerdenden Berchtesgadener (6.) bildeten da schon eine viel stärkere Vierergruppe.

Der ESV konnte die Vorlage nicht nutzen, verlor zweimal gegen Dachau und gab gegen München einen Zähler ab. Vielleicht gelingt noch ein versöhnlicher Saisonabschluss – der letzte Eindruck bleibt schließlich haften!

 

Das war „Eishockey mit Biss“

ESV mit ein paar Gegentoren zu viel – Strafzeiten beiderseits des Guten zuviel

 Gebensbach  -  Um ein paar Treffer zu hoch fiel die 3:10 (1:4, 1:1, 1:5) - Niederlage der ESV-Puckjäger am Samstag gegen den EV Aich in Anbetracht von Spielanteilen und Tormöglichkeiten schon aus. Zielstrebiger, abgeklärter und vor allem kaltschnäuziger im Verwerten ihrer Tormöglichkeiten waren einfach die Gäste.

Und „bissiger“ auch, wobei dieser Adjektiv für die Szene in der 38. Minute alles andere als im positiven Sinn herhalten muss. Nach einem vermeintlichen Foul von Manuel Bartzik an dem Aicher Christian Koller, der sich mit einer schauspielerischen Glanzleistung den Verletzten mimte, fiel dessen Bruder Andreas über den Gebensbacher her. Gegen den mehr als einen Kopf größeren und um einiges schwereren 35-jährigen Ex-Dorfener Bayernligaspieler hatte der 22-jährige Bartzik keine Chance. Dieser musste nach einer Erstversorgung auf der Spielerbank mit einer klaffenden Bisswunde am Daumen zur Behandlung ins Vilsbiburger Krankenhaus gebracht werden. Die in dieser Szene völlig danebenliegenden Schiedsrichter verhängten gegen beide jeweils „5 Strafminuten plus Spieldauer“. Als Bartzik beim Rausfahren den Schiris nicht ohne kritische Bemerkung die Verletzung zeigte, bekam er noch einen „Zehner“ mit auf den Weg.

Eishockey gespielt wurde auch und das recht flott. Der ESV rannte, kämpfte und spielte teilweise sehr gefällig, aber das konnte der Gegner auch. Nur eben noch etwas besser und vor allem machte Aich auch Tore aus seinen Gelegenheiten gegen einen tapfer haltenden Christian Hoffmann im ESV-Tor.

Es hätte bei Spielzeit 3.33 für den ESV schon ganz anders losgehen können. Florian Pantahler machte bei einem an ihm verschuldeten Penalty fast alles richtig, nur ging der Puck hinter dem ausgespielten Torhüter Johannes Pfafferott quer am Tor vorbei. Bis 10 Minuten vor Schluss sah es bei einem 3:5-Zwischenstand noch ganz gut aus, ehe bei dem verbliebenen Dutzend Feldspieler die Dämme brachen.

Statistik:  0:1 (11.) Herbert Jarczyk (Puntureri), 0:2 (15.) Puntureri (Jarzcyk / 5-4), 1:2 (16.) Vitalii Mikhailichenko (Aigner), 1:3 (18.) A. Koller, 1:4 (18.) Jarczyk (Punntureri, A. Koller), 2:4 (33.) Fl. Panthaler (5-4), 2:5 (40.), Jarczyk (Puntureri), 3:5 (42.) Manuel Bertl (Mikhailichenko), 3:6  (50.) Alexander Scholz (Trautmann, Korn), 3:7 (51.) C. Koller (Puntureri), 3:8 (55.) Blu-Bailey Görl (Weinberger, Scholz), 3:9 (57.) Puntureri (Urzinger / 5-4), 3:10 (60.) Daniel Korn (Scholz, Weinberger); Strafminuten: ESV 25 + 30 / EVA 27 + 50; Schiedsrichter: Markus Rische, Sebastian Rozsa; Zuschauer: 80

 

Wird der Schalter nochmal umgelegt?

Gegen den Playoff-Teilnehmer Aich kann der ESV nur positiv überraschen

 Gebensbach  -  Gelingt den ESV-Puckjägern diese Saison auch nochmal eine positive Überraschung. Am Samstag im Heimspiel gegen den EV Aich wäre ein Punktgewinn durchaus als solche zu bezeichnen; Spielbeginn im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion ist 16.30 Uhr.

Achterbahnfahrten  wie in dieser Spielzeit sind im Gebensbacher Eishockey schon lange nichts Neues mehr. Und dazu gehören natürlich auch die positiven Überraschungen wie etwa der 5:1-Sieg gegen den ambitionierten Landesligaabsteiger Inzell. Auch gegen die auf Landesliganiveau aufgemotzten Aicher wäre im zweiten Saisonspiel angesichts einer 3:0-Führung und dann immer wieder mit einem Treffer in Front gehend Zählbares möglich gewesen. Die Moosburger Vorstädter hatten mit dem US-Amerikaner Matthew Puntureri halt an diesem Abend ihren Sechs-Tore-Mann beim 8:6-Sieg.

Die negativen Resultate beim ESV sind auch den zuletzt personell schlechter gewordenen Voraussetzungen geschuldet. „10 Feldspieler waren am Mittwoch im Training und das waren keinesfalls nur Leistungsträger“ so Trainer Sergej Demcenko. Die Verletzten- und Krankenliste ist lang und der im Prüfungsstress stehende Thomas Laschütza fehlt als der ruhende Abwehrpol.

Zwei Saisonspiele hat der ESV noch mit dem abschließenden Heimspiel gegen Angstgegner Dachau! Gegen den EV Aich, der bereits als Tabellenzweiter und Playoff-Teilnehmer bereits feststeht, steht auf alle Fälle zuerst die ungleich schwerere Aufgabe ins Haus.

 

Die ESV-Puckjäger treffen einfach nicht!

in Dachau mit 3:6 erneute Niederlage gegen einen Hinterbänkler

 Gebensbach / Dachau  -  Von wegen „Knoten geplatzt“ – die Hoffnungen nach dem Kantersieg gegen München zerstoben am Samstagabend im bitterkalten Dachauer Nachthimmel. Mit 3:6 (1:2, 1:2, 1:2) verlor der ESV nun das zweite Mal gegen seinen Dachauer Namensvetter und Tabellenvorletzten.

Zwei Tabellenplätze und immerhin 18 Punkte trennte vor dieser Partie das Klassement der Bezirksliga Gr. 2 die beiden Teams. Keiner kennt das ESV-Eishockey besser als Johann Petermeier. Der Rekordtorjäger hat vom Trainer- bis zum Abteilungsleiterposten schon vieles gemacht im Eishockeydorf. Diese Saison hilft er als Betreuer und als Mannschaftführer aus. Er sah in Dachau „noch mehr Torchancen als beim 13:1 gegen den MEK“, aber „mit Unvermögen, viel Pech bei Latten- und Pfostentreffern und einem wahnsinnig stark haltenden Dachauer Torhüter“ hatte sich vieles gegen die Gäste verschworen.

Ohne den erkrankten Rudi Mayer und „Sechs-Tore-Mann“ Benno Bach – beide Teams hatten nur 12 Feldspieler aufzubieten, schien es planmäßig los zu gehen. 23 Sekunden waren gespielt, da gelang dem zuletzt so glücklosen Jonas Weindl (Florian Panthaler, Florian Remm) das 1:0. In der Folge wurden die Hausherren regelrecht eingeschnürt in ihrem Verteidigungsdrittel. Die kamen nach gut 8 Minuten erstmals erwähnenswert vor das Tor von Manuel Hammerlindl, der prompt einen abgefälschten Schuss von Etterer passieren lassen musste.  In doppelter Überzahl ging Dachau durch Götz in Führung (13. Min.) und setzte 25 Sekunden nach Wiederbeginn den nächsten Nackenschlag durch Kubitz. Der ESV spielte, aber traf nicht - Dachau erhöhte auf 4:1 durch Etterer (32.). Trainer Demcenko schickte nach diesem nicht unhaltbaren Treffer Christian Hoffmann ins Tor. Florian Remm (35./ Manuel Bartzik, Thomas Schalk) und Weindl (42./ Franz Neumayr, Fl. Panthaler) verkürzten auf 3:4. Sebastian Kubitz, der Gebensbach-Schreck mit nunmehr 7 Treffern in 3 Spielen, traf in der 48. Min. zum empfindlichen Dämpfer  und 17 Sekunden vor Schluss (5-4) zum 6:3. 

 Strafminuten: ESVD 20 / ESVG 14

 

Ist der Knoten endgültig geplatzt?

ESV-Puckjäger am Samstag beim Tabellenvorletzten in Dachau

 Gebensbach  -  Unter freiem Himmel kämpfen die Puckjäger des ESV am Samstagabend um Punkte. Um 19.30 Uhr ist der Namensvetter ESV Dachau in seiner Freiluftarena der Gastgeber.

Als „Open Ice Snow Challenge“ bezeichneten die „Woodpeckers“  ihren letzten Auftritt gegen Aich. Unterm Strich stand eine 2:13-Schlappe und es war „auch nur Bezirksligaeishockey“. Dieses kann auch mal arge Tücken hervorbringen. Vor allem für Gebensbach, wenn es gegen Teams vom Tabellenende geht.

6 Punkte und ein Torverhältnis von 25:134 haben die Spechte als Rangsiebter und somit Tabellenvorletzter nach 14 Spielen aufzuweisen. Die Hälfte ihrer bisherigen Punktausbeute haben sie am Heiligdreikönigstag mit 5:3 in Dorfen erbeutet. Mit dem umgekehrten Resultat haben sie im Dezember zuhause gegen Gebensbach verloren. Immerhin auch fast ein Drittel ihrer Tore habe sie gegen Sergej Demcenkos Truppe geschossen. 

Vielleicht ist bei den Gebensbachern mit dem 13:1-Kantrersieg gegen den Münchner EK  letzten Sonntag der Knoten bezüglich der Pflichtaufgaben gegen die Hinterbänkler endgültig geplatzt. Mit 24 Punkten aus 17 Spielen auf Rang 5 kann nach unten sicher nichts und nach oben wahrscheinlich nichts passieren. Es stehen anschließend die Heimspiele gegen Aich und erneut Dachau an. Zumindest die beiden Pflichtaufgaben sollten erfolgreich gemeistert werden!

 

Dieser Kantersieg war überfällig

ESV mit ein paar Strafzeiten zu viel aber auch entsprechend torhungrig

 

Gebensbach  Der ESV hat „den Bock umgestoßen“ und den Münchner EK 13:1 (4:0, 4:1, 5:0) abgefertigt und endlich mal „standesgemäß“! wurde ein Tabellenletzter abgefertigt. Ein halbes Dutzend der Treffer ging auf das Konto vom „Sechs-Tore-Mann“ Benno Bach.

Es trafen die einzigen im Neuen Jahr noch punktelosen Teams aufeinander, wobei die Münchner noch eine 0:14-Packung vom Vortag in Klostersee im Gepäck hatten  Als in Minute  3 und 4 Klaus Mayer und Manuel Bertl auf die Strafbank mussten, kam der ESV mit Verteidigungsarbeit auf Betriebstemperatur. Eine brenzlige Situation hatte Torhüter Manuel Hammerlindl zu bereinigen, als ihm der Pfosten half und er den Nachschuss per Hechtsprung erwischte. Nach vergebenen Großchancen von Thomas Schalk und Benno Bach fruchtete das immer besser werdende Kombinationsspiel in Treffer. Ein technisch starker Florian Panthaler (12. / Fanz Neumayr, Benno Bach) eröffnete den Torreigen. In Überzahl legte Bach das 2:0 nach (14. / Rudi Mayer, Jonas Weindl / 5-4). Der ESV legte sich die „Luchse“ zurecht und erspielte sich Torchancen im Minutentakt. Bach zum 3:0 (17. / Fl. Panthaler, Weindl) und Verteidiger Neumayer (20. / Fl. Panthaler) zum 4:0 sorgten für klare Verhältnisse zur Pause.

Eine Gästestrafzeit brachte außer einem Lattentreffer von Verteidiger Rudi Mayer nichts ein. Thomas Schalk krönte dafür einen Klassespielzug zum 5:0 (25. / Manuel Bertl, Vitalii Mikhailichenko). 62 Sekunden später machte Bach (26. / Fl. Panthaler, Weindl) das halbe Dutzend voll und Gästekeeper Lachenmaier machte für Heinze Platz. Nach Timm Kerschers Pfostentreffer marschierten Daniel Panthaler und Alex Aigner im Gleichschritt auf die Strafbank und wenig später auch noch Bertl. Es schien fast überstanden, da gelang dem MEK durch Stefan Klein (29. / 5-4) doch ein Treffer. Nach 32 Minuten kam beim ESV mit Christian Hoffmann der „Neue“ ins Tor. Klaus Mayer krönte sein Comeback nach langer Verletzungspause mit dem 7:1 (37.) und in Unterzahl schoss Bach (39. / Kl. Mayer) seinen Treffer Nr. 4 zum 8:1.

Der Schlussabschnitt wurde zum Schaulaufen. Nothelfer Alex Aigner, seit Saisonbeginn eigentlich nur noch Abteilungsleiter, hatte sich nach einigen Trainingseinheiten zur Verfügung gestellt, damit drei komplette Fünferblöcke auflaufen konnten. Nach 36 Minuten hatte er für „Check gegen den Kopf“ durchaus vertretbare 5 Strafminuten plus Spieldauer erhalten. Der Gegner war nicht verletzt worden, also hätten es womöglich die im Regelbuch vorgeschriebenen „2+10“ auch getan. Es gab kein Lamentieren, aber dafür bei noch einer Sekunde Reststrafzeit durch Benno Bach (42.) den zweiten Treffer bei dieser Unterzahl. Mikhailichenko (45. / Michael Reiter), der sehr mannschaftsdienlich agierte und bei einigen starken Auftritten kein Schussglück hatte,  gelang der Treffer zum zweistelligen Zwischenstand. Zweimal Fl. Panthaler in der 56. (Neumayr, Florian Remm / 4-5) und 59. Min. (Bach, Mikhailichenko) sowie Bach, der passend zu seiner Trikotnummer 6  mit seinem Treffer Nr. 6 (60. / Weindl, Fl. Panthaler) den Schlusspunkt setzte,  kombinierten und schossen Tore wie aus dem Lehrbuch zum 13:1-Endstand.                       

 

Strafminuten: ESV 19 + 20 / MEK 6; Schiedsrichter: Neumann, Stauber

 

Klappt es diesmal gegen das Schlusslicht?

Gegen den Münchner EK müsste der ESV die Negativserie stoppen können

Gebensbach  -  Mit dem Münchner EK empfängt der ESV am Sonntag um 17 Uhr im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion den frisch gebackenen Tabellenletzten der Bezirksliga Gr. 2.

Mit dem Sieg am Hl.-Drei-Königstag in Dorfen gegen den ESV hat nämlich Dachau die Münchner in der Tabelle „überholt“. Richtig eng ging es in den letzten Jahren zwischen den “Luchsen“ vom MEK und dem ESV sowohl in der Tabelle als auch auf dem Eis zu. Letzte Saison gewann der ESV beide Partien mit 4:3 nach Penaltyschiessen. In der Tabelle landete man nur auf Grund des direkten Vergleichs auf Rang 4 vor den punktgleichen Münchnern.

Auch in der laufenden Saison ging es trotz erheblich auseinanderliegender Tabellenplätze und einer Differenz von derzeit 17 Punkten eng zu. In München gewann der ESV 4:3 nach regulären 60 Spielminuten und 6:5 nach Penaltyschiessen und zwischendurch zuhause 4:2. Durch den Modus der Eineinhalbfachrunde trifft man ja auf die Münchner diese Saison viermal. Nach zuletzt 5 Niederlagen mit nur einem Punkt aus dem 2:3 n. P. gegen Waldkraiburg wäre normalerweise so ein Tabellenletzter der Wunschgegner, um „den Bock umzustoßen“.

Wenn die ESV-Truppe nicht mit Hinterbänklern generell so ihre Probleme im Torschießen hätte. Zuletzt gegen EV Aich war kämpferisch und spielerisch ein Aufwärtstrend erkennbar und mit etwas mehr Zielwasser sollte es am Sonntag klappen.

 

EV Aich verwertet seine Chancen einfach besser

Die ESV-Puckjäger steigern sich, gehen aber dennoch als Verlierer vom Eis

Gebensbach  -  Fast dieselben Vorzeichen wie am Freitag galten auch für Sonntag mit zwei Teams, die 12 Punkte und 3 Tabellenplätze voneinander entfernt waren. Nur sollte sich diesmal die Papierform bestätigen, denn der EV Aich gewann gegen den ESV 6:3 (3:1, 2:1, 1:1).

Der Gebensbacher Auftritt war über weite Strecken wirklich o.k., nur passte wieder mal das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag nicht. Die ersten 10 Minuten ließen die Schützlinge von Sergej Demcenko nichts zu. Dann folgten drei Gegentreffer, bei denen es alle Beteiligten, Torhüter Manuel Hammerlindl innbegriffen, dem Gegner zu leicht machten.

Mit dem gekonnt herausgespielten Treffer durch Benno Bach und drei weiteren vergebenen Großchancen ging es in die Pause. Aus der kam der ESV sehr gut. Nach 55 Sekunden veredelte Thomas Schalk einen Klasse-Spielzug von Vitalii Mikhailichenko zum Anschlusstreffer. Was zuletzt einer der Unterschiede zwischen dem ESV und den Gegnern war, führte zum vierten Treffer der Aicher. Die brachten in Überzahl den Puck gefährlich vors ESV-Tor und schon schlug dieser eigentorverdächtig ein.

In einem offenen Schlagabtausch verstanden es die Gastgeber einfach, ihre Chancen besser zu nützen. Sie hatten davon auch mehr zu verzeichnen, aber Hammerlindl im ESV-Tor steigerte sich gewaltig

Statistik:  1:0 Alexander Neumaier (11. / 5-4), 2:0 Koller Christian (11.), 3:0 Matthew Puntureri (15.), 3:1 Bach (Jonas Weindl, Florian Panthaler), 3:2 Schalk (21. / Mikhailichenko), 4:2 Daniel Korn (23. / 5-4), 5:2 Korn (37. / 5-4), 5:3 Bach (58. / Fl. Panthaler / 4-5), 6:3 Herbert Jarczyk (59. / 4-4); Strafminuten: EVA 14 / ESV 20 + 10 D. Pantahler; Schiedsrichter: Patrick Altmann, Norbert von der Heyd    fi

 

Beim Tabellenzweiten wird’s ganz schwer

am Sonntag treffen die ESV-Puckjäger zum dritten Mal auf den EV Aich

Gebensbach  -  Die Trauben, respektive Punkte werden für die Puckjäger des ESV auch im dritten Saisonduell mit dem EV Aich sehr hoch hängen.  Um 17.15 Uhr ist der Tabellenzweite am Sonntag Gastgeber der Gebensbacher in der Moosburger Sparkassenarena.

Aich gehört innerhalb der acht Teams zählenden Bezirksliga Gr. 2 zusammen mit Gebensbachs Freitagsgegner Dachau, dem Münchner EK und dem ESV zu dem einen Viererzirkel, in dem man sich im Rahmen der Eineinhalbfach-Runde viermal trifft. Die andere, „etwas stärker“ besetzte Vierergruppe bilden der verlustpunktfreie Tabellenführer und letztjährige Oberligist Klostersee, der Rangdritte Waldkraiburg 1b, Landesligaabsteiger Inzell (4.) und Berchtesgaden (6.).

Aich hat vor der Saison mit dem Landshuter Georg Herrmann einen neuen Trainer geholt und auch bei den Spieler-Neuverpflichtungen richtig geklotzt. Der Königstransfer ist sicher der US-Amerikaner Matt Puntureri 35 Treffer und 22 Vorlagen hat der 31-jährige aus 13 Spielen auf seinem Konto stehen. Ihm am nächsten kommt in der Scorerliste der 35-jährige und bayernligaerfahrene Andreas Koller (10 T / 29 V), der sein langjähriges Kapitänsamt dem Ex-Landshuter Robert Pell übergeben hat.

Im ersten Aufeinandertreffen verlor der ESV in Dorfen nach einem 3:0-Vorsprung und dann immer wieder mit einem Treffer in Führung gehend ein Wahnsinnsspiel mit 6 Puntureri-Treffern 6:8. Duell Nr. 2 musste ja am 2. Weihnachtsfeiertag nach der Verletzung von Martin Lainer als einzigem Torhüter beim ESV nach 32 Minuten beim Stand von 4:1 für Aich abgebrochen werden.

Das Resultat hat der Verband gecancelt mit der 5:0-Wertung. Die Spieldauerstrafe, die sich Koller eingehandelt hatte, zählt als Sperre für das morgige Spiel.

 

Auch gegen Dachau kann man verlieren

Desolate und verunsicherte ESV-Puckjäger kassieren eine unnötige 3:5-Niederlage

Gebensbach  -  Kann man gegen den 18 Punkte schlechteren Tabellenletzten verlieren? Man kann! 3:5 (1:1, 2:1, 0:3) musste sich der ESV am Freitagabend dem Namensvetter aus Dachau geschlagen geben.

Es war ein verrücktes Spiel. Keiner der insgesamt 8 Treffer fiel bei numerischer Gleichheit. Die ESV-Puckjäger schossen aber schon den Vogel ab, als sie die ersten beiden Dachauer Treffer mit je einem Mann mehr kassierten. Die eigenen drei Tore erzielten sie immerhin in Überzahl – angesichts der vorhandenen Tormöglichkeiten aber eine viel zu magere Ausbeute.

Mit der 3:2-Führung beim zweiten Pausengang schien man dann doch auf dem richtigen Weg zu sein. Eine plötzliche Strafzeitenflut auf ESV-Seite brachte die kampfstarken Gäste jedoch so richtig auf den Geschmack. Schon kurz nach dem 3:2-Führungstreffer musste Torhüter Manuel Hammerlindl bei der erst dritten Hinausstellung mehrfach Glanztaten abliefern.

53 Sekunden vor der Sirene nahm die Strafzeitenserie dann ihren Anfang. Die Strafe gegen Michael Reiter glich ein Dachauer wenig später mit 2 Minuten aus. Pausenübergreifend handelten sich die ESV-Spieler aber in etwas mehr als 7 Minuten 6 „Zweier“ ein. Die letzten beiden nützte dann Dachau zum Ausgleich- und zum Führungstreffer. Zum 5:3 landete der Puck 14 Sekunden vor Schluss im verwaisten ESV-Tor, als es Trainer Sergej Demcenko  bei einer Gästestrafzeit mit 6 Feldspielern versuchte.

Statistik: 0:1 Stefan Kubitz (16. / 4-5), 1:1 Thomas Laschütza (19. / Florian Panthaler, Jonas Weindl / 5-4), 1:2 Max Kronschnabel (25.  / 4-5), 2:2 Manuel Bartzik (31. / 5-4), 3:2 Vitalii Mikhailichenko (37. / Reiter, Thomas Schalk / 5-4), 3:3 Frank Stiebert (47. / 5-3), 3:4 Kubitz (48. / 5-4), 3:5 Kubitz (4-6); Strafminuten: ESVG 18 + 10 (Reiter) + 10 (Schalk); ESVD 26; Schiedsrichter: Markus Rische, Christoph Ober

 

ESV-Puckjäger mit Kontrastprogramm

Freitag gegen Schlusslicht Dachau – Sonntag beim Tabellenzweiten Aich

 Gebensbach  -  Zum ersten Spiel des neuen Jahres empfängt der ESV den Namensvetter aus Dachau. Spielbeginn ist am Freitagabend im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion um 20 Uhr.

Die „Woodpeckers“ sind mit 3 Punkten aus 12 Spielen Tabellenletzter und angesichts eines Torverhältnisses von 18:118 die Schießbude der Bezirksliga Gr. 2. Durch die Eineinhalbfach-Runde trifft Gebensbach in dieser Saison viermal auf Dachau. Der erste Vergleich wurde am 17. Dezember im Dachauer Freiluftstadion 5:3 gewonnen.

Dieser Sieg war die Nummer 4 einer Erfolgsserie. Es folgten dann die zwei Niederlagen gegen Waldkraiburg 1b – einmal nach Penaltyschiessen – und das nach dem verletzungsbedingten Abbruch mit 0:5 gewertete Spiel beim EV Aich. Es wären also drei Punkte recht und gegen das Tabellenschlusslicht sollten die auch machbar sein.

Unterschätzen dürfen die Schützlinge von Sergej Demcenko diese kampfstarke Truppe nicht. Im Hinspiel stand es plötzlich 3:3 und nach einem Doppelschlag von Manuel Bartzik und Thomas Schalk gelang in den letzten 30 Spielminuten kein Treffer mehr. Nach 14 Spielen sind 21 Punkte ja o.k., aber das Torverhältnis von 45:67 zeigt das Manko auf. Die ESV-Puckjäger sind im Abschluss zu harmlos und beherzigen vor allem eines zu selten: Eishockey ist ein Mannschaftssport und lebt vom Kombinationsspiel!

Am Sonntag ist dann um 17.15 der EV Aich in der Moosburger Sparkassen-Arena der Gastgeber. Beim Tabellenzweiten hängen die die gerne als „Trauben“ bezeichneten Punkte in dieser Saison bekanntlich sehr hoch! Der angekündigte Torhüter-Neuzugang ist mit Christian Hoffmann inzwischen fix. 2013-14 war der 28-jährige bereits beim ESV und seit 2015 beim EV Dingolfing. Er steht aber beruflich bedingt erst ab der kommenden Woche zur Verfügung.

 

ESV einfach zu harmlos im Abschluss

 

2:5-Niederlage in Waldkraiburg – man trifft nicht und hilft bei Gegentoren mit

 

Gebensbach  Man kann sich durchaus besser verkaufen, als die Puckjäger des ESV am Freitagabend mit der 2:5 (1:3, 0:1, 1:1) – Niederlage beim EHC Waldkraiburg 1b. Immerhin 16 Feldspieler konnten auflaufen, aber mit Manuel Hammerlindl zum voraussichtlich letzten Mal nur ein Torhüter.

 

Für den ESV begann die Partie gleich optimal. Jonas Weindl krönte einen tollen Sololauf mit einem Schlenzer über Fabian Birk hinweg zum 1:0 nach genau 60 Sekunden. Das war es aber auch schon – der Rest bis zur Pause war „nur schwach“. Beim 1:1 hatte EHC-Routinier Markus Schütz (3. Min.) keine große Mühe, nachdem Hammerlindl der Puck nach einem Schuss von Mustafa Göcer auf Kopfhöhe aus der Fanghand sprang. Eine Strafzeit gegen den ESV veredelte Spielertrainer Alexander Schrödinger zum 2:1 (7.). Die Gastgeber bestimmten nun wo es lang ging - bis zu einer Doppelstrafzeit nach 13 Minuten. Außer ein paar Schüssen, mit denen ein Klassetorhüter wie Fabian Birk nicht zu überwinden war, gelang dem ESV aber nichts Produktives. Dafür schlichen sich im weiteren Spielverlauf immer mehr Leichtsinnsfehler ein. So einen bestrafte Jan Loboda 58 Sekunden vor der Pausensirene mit dem 3:1, als er die Gegenspieler im ESV-Trikot auch noch richtig narrte.

 

Zum 4:1 bestrafte Georg Biller (23.) den nächsten Lapsus des ESV -  Abspielfehler und Puckverlust der Marke „Schlimmer geht’s Nimmer“. Auch wenn in diesem Fall die Nachwuchsreihe auf dem Eis war, darf so was nicht passieren. Der ESV spielte in der Folge munter mit, aber im Abschluss viel zu harmlos. Glück hatte Waldkraiburgs Daniel Meyer nach 27 Minuten, dass er für einen brutalen Bandencheck, bei dem sich Florian Remm wie durch ein Wunder nicht schwer verletzte, nur zwei Strafminuten bekam. Gebensbach hatte in der Raiffeisen-Arena inzwischen das Spielgeschehen immer mehr an sich gerissen, aber Zählbares wollte einfach nicht dabei rausspringen. Selbst 1000%ige Torchancen wie von Kapitän Manuel Bertl, als er eine Direktannahme frei vor Birk übers Tor lenkte, führten nicht zum Erfolg. Die „Löwen“ verlegten sich aufs Kontern und waren dabei immer brandgefährlich.

 

Franz Neumayer mit einem Treffer durch Freund und Feind hindurch zum 2:4 (43.) eröffnete den Schlussdurchgang. Dem ESV boten sich in der Folge einige Überzahlsituationen, aber trotz aller Schönspielerei – ein Knipser, der das Runde ins Eckige befördert, tat sich nicht hervor. Selbst eineinhalb Minuten mit zwei Mann mehr brachten nichts ein. 2.08 Minuten restspielzeit standen auf der Uhr, da machte Hammerlindl für einen Feldspieler Platz. Was 58 Minuten lang nicht gelang, das wurde auch jetzt nichts mehr. 18 Sekunden vor Schluss jagte Biller den Puck aus der eigenen Hälfte zum 5:2 ins verwaiste ESV-Heiligtum. „Wir hatten heute die meisten Torschüsse in allen bisherigen Spielen“ stellte Abt.-Leiter Alex Aigner anhand seiner Statistik nach Spielschluss fest. Was nützt das, wenn man gegen die Waldkraiburger „Löwen“ dennoch verliert. Sollten sich die ESV-Puckjäger auch mal einen Beinamen zulegen wollen, würde sich derzeit „die Harmlosen“ direkt aufdrängen!      


Schiedsrichter:
Daniel Kannengießer, Petra Staber Strafminuten: EHC 16 + 10 / ESV 6

 

„Englische Woche“ für die ESV-Puckjäger

Heute in Waldkraiburg – wieder mehr Feldspieler, aber nur ein Torhüter

 Gebensbach / Waldkraiburg  -  Es gibt kein langes Verschnaufen für die Puckjäger des ESV. Im dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen sind heute Abend die „Löwen“ des EHC Waldkraiburg 1b Gastgeber in der Raiffeisen-Arena um 19.45 Uhr.

„Englische Woche“ hieße es im Fußball. Begonnen hat diese mit eben diesem Gegner. 2:3 nach Penaltyschiessen musste sich der ESV im Dorfener Hinspiel geschlagen geben. Dem Spielverlauf nach war mehr drin angesichts einer 2:1-Führung vier Minuten vor Schluss und ständiger Überzahl. Man ist seit letzter Saison mit dieser erfahrenen Truppe, die in den ober- und bayernligaerfahren Markus Schütz, Spielertrainer Alexander Schrödinger und Torhüter Fabian Birk ihre tragenden Kräfte hat, auf Augenhöhe.

Wenn dem ESV-Team die Kräfte reichen! Das Duell letzten Freitag stand bereits im Zeichen der Krankheits- und Verletzungsmisere. Am Dienstag in Moosburg ging es mit einer Reihe fehlender Feldspieler und nur einem Torhüter schief. Nach etwas mehr als der Hälfte der Spielzeit war für Martin Lainer Schluss und wie man inzwischen weiß, auch für diese Saison mit Kapsel- und Bänderriss im Fuß.

Das Feldspieler-Lazarett hat sich inzwischen gelichtet. Ohne dass Trainer Sergej Demcenko selbst nochmal eingreifen muss, sollten 15 oder 16 Mann einsatzbereit sein. Bei Vitalii Mikhailichenko musste das Mittwochstraining Aufschluss über einen Einsatz bringen. Auf der Torhüterposition muss es vorerst noch der wiedergenesene Manuel Hammerlindl alleine richten. Für nächste Woche ist sich Abteilungsleiter Alexander Aigner mit einem Neuzugang so gut wie einig.

 

Spielwertung und auch noch Geldbuße

Gebensbach  -  „Wer den Schaden hat...“ - davon können die Puckjäger aus dem Eishockeydorf ein Lied singen! Die Wertung des abgebrochenen Spieles vom Montag mit 5:0 Toren und 3 Punkten für Aich war ja zu erwarten, aber der Bayerische Eissportverband hat gleich noch was draufgelegt. „Wegen schuldhaften Spielabbruchs“ wurde der ESV zu einem Bußgeld von 300 Euro verdonnert. Der Strafbefehl kam übrigens per Fax noch vor der Spielwertung.

Ein Torhüter ist krank – der andere verletzt sich im Spiel schwer, weil er im Eis mit einer Kufe hängen bleibt. Um wieder zum Fußball zu kommen – da würde man in „schlechten Platzverhältnissen“ die Schuld suchen“!

 

Das kürzeste Pflichtspiel in der fast 40-jährigen ESV-Geschichte

 

 

Moosburg / Gebensbach  Für die Puckjäger des ESV geht dieses Jahr alles andere als toll zu Ende. 32 Minuten und 55 Sekunden waren gestern Abend in Moosburg gespielt, da musste mit Martin Lainer der einzige Torhüter verletzt und zwar ohne überhaupt noch auftreten zu können, raus. Dem Schiri-Duo Markus Rische und Rupert Stenzel blieb gar nichts anderes übrig, als die Partie zwischen dem EV Aich und dem ESV Gebensbach beim Stand von 4:1 abzubrechen. Und kommenden Freitag steht die Partie in Waldkraiburg ohne derzeit einsatzfähigen Schlussmann auf dem Plan.

 

Personell hatte sich gegenüber Freitag nichts zum Besseren gewandelt. Im Gegenteil – Sputnik Vitali Mikhailichenko, der sich gegen Waldkraiburg noch grippegeschwächt durchgebissen hatte, lag nun endgültig flach wie bereits Torhüter Manuel Hammerlindl und eine Reihe von Feldspielern. Sein erstes Spiel im ESV-Trikot absolvierte dafür aus der U23 Maiko Müller. Und ins Spielgeschehen selbst griff auch Trainer Sergej Demcenko ein – wenn halt die Personalnot so groß ist.

 

Immerhin kamen somit 15 Feldspieler und eben besagter einziger Torhüter zusammen. 4.05 Spielminuten zeigte die Uhr an, da musste sich dieser durch Tom Pollner (Schmid, Korn) geschlagen geben. Die erste Strafzeit dieser Partie gegen Aich münzte der aufgerückte Verteidiger Rudi Mayer prompt zum Ausgleich um (9. Min. / Demcenko). In der 19. Min. gelang Aich innerhalb von 16 Sekunden ein Doppelschlag durch Thomas Pollner (Mustafa) und Matthew Punutreri (Jarczyk, A. Koller).

 

Nach Wiederbeginn wurde die Partie einseitig. Eine Unterzahl überstand der ESV dank spektakulärer Lainer-Paraden. Kaum komplett kassierte man das 1:4 durch Robert Pell  (26. / Korn). Kurz vor „Halbzeit“, Demcenko hatte gerade eine 100%-ige Einschusschance bei Überzahl nicht verwerten können, da zettelte Aichs Andreas Koller eine Raufeinlage an, die ihm „5 plus Spieldauer“ einbrachte. Der nächste negative Höhe- und Schlusspunkt war dann die Verletzung von Lainer, als er aus einer Drehung heraus wohl mit einer Kufe im Eis hängen blieb.

 
Die Bilanz in Zahlen bis dahin: 4 ungleich verteilte Treffer, 11 + 20 + 10 Strafminuten gegen Aich sowie deren 12 gegen den ESV in einem bis dahin keinesfalls überharten Nachbarduell.

 

Das Penaltyschiessen war eigentlich unnötig

ESV vergibt zu viele Tormöglichkeiten und verliert den Showdown

Gebensbach   In einem begeisternden Kampfspiel waren die ESV-Puckjäger dem Sieg so nahe und mussten dann ins Penaltyschiessen. Da mussten sie den Routiniers des EHC Waldkraiburg 1b mit 2:3 (0:1, 1:0, 1:1) zwei Punkte abtreten.

Ein Magen-Darm-Virus hatte die ESV-Reihen gelichtet. So konnten neben Martin Lainer als einzigem Torhüter gerade noch 13 Feldspieler antreten. Von denen waren auch nicht alle fit wie etwa der grippegeschwächte Vitalii Mikhailichenko. Bei Waldkraiburg waren es nur „12 plus 2“, aber die Asse wie Torhüter Birk oder die oberligaerfahrenen Schütz und Spielertrainer Schrödinger waren dabei.  Die Gäste zeigten auch die reifere Spielweise und erarbeiteten sich die besseren Tormöglichkeiten. Glück hatten sie beim einzigen Treffer dieses ersten Spielabschnitts. Der Rückhandschlenzer von Markus Schütz kullerte ESV-Keeper Lainer über die Schulter und Georg Biller musste in der 7. Minute nur noch abstauben.

Wie verwandelt kam der ESV aus der Kabine – die Findungsphase der neu formierten Reihen schien abgeschlossen. Bei angezeigter Strafe gegen die Gäste wurde rund eine Minute mit 6 gegen 5 ein starkes Powerplay aufgezogen. Verteidiger Rudi Mayer an vorderster Front vollendete zum 1:1 (27. / Manuel Bartzik, Florian Panthaler). Beste Tormöglichkeiten auf ESV-Seite hatten noch bei Breaks Manuel Bertl (30.) und Mikhailichenko (37.). Waldkraiburgs bayernligaerfahrener Keeper brachte die Gäste letztendlich ohne weitere Gegentreffer in die Pause.

Die Partie erfuhr im Schlussdrittel nochmal eine Steigerung. Mayer und Jonas Weindl fanden in Birk ihren Meister. In diesem offenen Schlagabtausch investierte der ESV mehr, aber Waldkraiburg konterte immer wieder brandgefährlich. Ein Klassepowerplay krönte mit Thomas Laschütza schließlich wieder ein Verteidiger mit dem Treffer zum 2:1 (56. / Bertl, Mayer / 5-3. Bei Waldkraiburg häuften sich die Strafen, Hadern und Schimpfen brachte den Gästen auch noch zwei „Zehner“ ein und der ESV schien auf der Siegerstraße. Die „Löwen“ mussten die etwas mehr als 4 Minuten Restspielzeit dezimiert bestreiten, aber sie schafften es vor das ESV-Tor und erkämpften sich ein Bully. Aus diesem fiel wie aus dem Nichts der Ausgleichstreffer durch Sebastian Wendler 2 Minuten und 6 Sekunden vor Schluss.

  Im Showdown verwandelten nur Waldkraiburgs Schütz und Schrödinger ihre Penaltys, während die ESV-Versuche durch Florian Panthaler und Thomas Schalk misslangen.

Schiedsrichter: Jürgen Sperl, Rene Kittan; Strafminuten: ESV 8 / EHC 14 + 10 + 10; Zuschauer: 100

 

Es kommen die Spiele der Wahrheit

ESV empfängt heute Waldkraiburg 1b – am Montag beim EV Aich

 Gebensbach  -  Die Zeit um Weihnachten ist für Eishockeyspieler selten mit Ruhe und Besinnlichkeit verbunden. So stehen auch den Puckjägern des ESV zwei Spiele ins Haus, die es in sich haben. Heute Abend um 20 Uhr geht es auf heimischem Eis im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion gegen den EHC Waldkraiburg 1b und am 2. Weihnachtsfeiertag ist der EV Aich um 17.15 in Moosburg der Gastgeber.

Dem Nachbarderby gegen die Waldstädter fiebert man im Gebensbacher Lager besonders entgegen. Auf Tabellenplatz 5 stehend mit 20 Punkten aus 11 Spielen ist man durch zuletzt vier Siege bis auf zwei Zähler an die drittplatzierte Reserve des Oberligisten (22 P. / 12 Sp.) herangerückt. Dazwischen auf Platz 4 steht Inzell mit 21 Punkten aus 12 Spielen.

Den routinierten Waldstädtern mit so erfahrenen Leitwölfen wie Markus Schütz, Spielertrainer Alexander Schrödinger, Torhüter Fabian Birk und auch einigen jungen Akteuren mit Bayernligaerfahrung steht trotzdem die Favoritenrolle zu. Beim ESV waren diese Woche zudem die Reihen im Training krankheits- verletzungs- und berufsbedingt sehr ausgedünnt.

Und es wird nicht leichter! Als hochbrisantes Duell hat der EV Aich auf seiner Homepage die Partie am kommenden Montag angekündigt. Und womit begründen die mit 30 Zählern (13 Spiele) als scheinbar ungefährdete Kronprinzen auf Rang 2 stehenden Moosburger Vorstädter dies? „Weil Gebensbach mit zwei Spielen weniger noch dreimal gegen sie spielt und den ersten Vergleich mit 6:8 nur unglücklich verloren hat“. Apropos Vergleich in Zahlen: der ESV hat ein Torverhältnis von 41:54 gegenüber 110:55 von Aich. Bei denen schoss allein der US-Amerikaner Matt Puntureri 36 Buden – fast so viele wie das komplette ESV-Team und allein 6 im Hinspiel.

 

Seriensieg Nr. 4 ist unter Dach und Fach

ESV-Puckjäger tun sich beim Tabellenschlusslicht „wie erwartet“ schwer

 Gebensbach  -  Pflicht erfüllt und vierten Sieg in Folge eingefahren – das zählte beim 5:3 (3:2, 2:1, 0:0) – Sieg des ESV beim Namensvetter in Dachau.

Der ESV hat mit den Tabellenhinterbänklern so seine Probleme. Das zeigte sich auch am Samstagabend in der Freiluftarena im Dachauer Eichwald. Die 10 Dachauer Feldspieler überließen es den Schützlingen von Sergej Demcenko, das Spiel zu machen. Und das liegt denen einfach nicht. Zudem versiebten sie auch diesmal wieder eine Unmenge klarster Torchancen.

Während Dachau mit demselben Miniaufgebot am Vorabend in Waldkraiburg eine 3:13-Packung einstecken musste, konnte Gebensbach zwar auch nur mit “13 plus 2“, aber ausgeruht in die Partie gehen, Die begann auch gleich nach Maß, denn mit einem Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden sorgten Daniel (Jonas Weindl, Vitalii Mikhailichenko) und Florian Panthaler (Timm Kerscher, D. Panthaler) für eine 2:0-Führung nach 3 Minuten. 3 Sekunden saß Rudi Mayer auf der Strafbank, da schlug aus dem Bully heraus der Puck am ziemlich beschäftigungslosen Martin Lainer im ESV-Tor zum Dachauer Anschlusstreffer ein - Torschütze Maximilian Kronschnabl. Es folgte nochmal ein Doppelschlag in der 19. Min. mit dem 3:1 durch Benno Bach (Fl. Panthaler, Thomas Schalk / 5-4) und Dachaus erneutem Anschlusstreffer durch Tobias Wolff innerhalb von 11 Sekunden.

Und dann steht es in so einer überwiegend einseitigen Partie nach 27 Minuten plötzlich 3:3 – Torschütze Sebastian Kubitz. Dem ESV gelang die schnelle Retourkutsche, als ein Dachauer Trio fast im Sekundentakt auf die Strafbank marschierte. Manuel Bartzik (28. / Fl. Panthaler, Thomas Schalk / 5-3)  und Schalk (29. / Fl. Panthaler, Manuel Bertl) erhöhten innerhalb von 75 Sekunden auf 5:3.

Weitere Treffer - Fehlanzeige! Der nach 35 Minuten eingewechselte Manuel Hammerlindl durfte sich sein „zu null“ immerhin mit ein paar Paraden verdienen.

Strafminuten: Dachau 20 / Gebensbach 12 + 5 + 20 (Spield. D. Panthaler)

 

Dachau muss ernst genommen werden

ESV peilt beim Schlusslicht seinen vierten Sieg in Serie an

 Gebensbach  -  Die vermeintlichen Pflichtaufgaben können ihre Tücken haben. Deshalb müssen die Puckjäger des ESV auch die Partie heute Abend beim Tabellenletzten ESV Dachau mit aller Ernsthaftigkeit angehen. Spielbeginn ist in der Freiluftarena um 19.30 Uhr.

Der Münchner EK erlebte vergangenen Samstag im Dachauer Eichwald mit einer nie erwarteten 1:2-Niederlage eine böse Überraschung. Das erste Duell hatten die Luchse in der Olympiahalle zu Saisonbeginn noch 11:2 gewonnen und eine Woche vor diesem Ausrutscher den ESV ins Penaltyschiessen gezwungen.

Für die Dachauer „Spechte“ waren es die ersten Punkte und so werden sie Gebensbach entsprechend aufgeputscht erwarten. Während es Dachau gewohnt ist, nie mit mehr als 13 oder 14 Feldspielern aufzulaufen, werden es beim ESV diesmal auch nicht viel mehr werden. Trainer Sergej Demcenko musste das Mittwochstraining auch krankheitsbedingt sausen lassen.  Er hat ja mit Abteilungsleiter Alex Aigner einen zuverlässigen Assistenten.

Der ESV, Tabellenfünfter mit 17 Punkten aus 10 Spielen, kann und muss heute seine Erfolgsserie von zuletzt drei Siegen ausbauen. Einen Tag vor Hl. Abend kommt nämlich der mit zwei Punkten aber auch einem Spiel mehr auf Rang 3 platzierte EHC Waldkraiburg 1b nach Dorfen. Also sollten Bertl & Co. ihre gute Ausgangsposition verteidigen.

 

Sieg Nr.3 in Folge mit 36 Minuten Anlaufzeit

Am Ende doch ungefährdeter ESV-Sieg gegen dezimierte Berchtesgadener

Gebensbach   Eine lange Anlaufzeit brauchte der ESV, ehe am Sonntagabend mit 5:2 (0:1, 3:0, 2:1) gegen den EV Berchtesgaden weitere drei Punkte gebucht waren. Für Gebensbachs Puckjäger war es Sieg Nr.3 in Folge und sie bleiben in der Bezirksliga Gr. 2 als Tabellenfünfter mit 17 Punkten an Inzell (18) und Waldkraiburg 1b (19) dran.

Die Weisheit mit dem „Hochmut“ strapazierte  der ESV im ersten Spielabschnitt. Angesichts des Berchtesgadener Minimalaufgebotes von 9 Feldspielern und einem Torhüter schien man das Ganze wohl als zu leicht betrachtet zu haben. Es ging gut los mit einer Gästestrafzeit und einer Riesenmöglichkeit, bei der Thomas Schalk an Torhüter Stefan Quintus scheiterte. Die Gäste spielten ihren Möglichkeiten entsprechend sehr defensiv und dies recht clever – nichts war es mit ihrem sonst sehr kernigen Forechecking. Der ESV vertändelte sich immer mehr in Einzelaktionen. Einen Abspielfehler von Verteidiger und sonstigem „Mister Zuverlässig“ Thomas Laschütza nützten die Gäste prompt zum 1:0 (14. / Andreas Bräuer, Sylvester Brandner) und diesen Vorsprung brachten sie ohne große Probleme in die Pause.

Wesentlich zielstrebiger gingen die Hausherren ab Beginn des zweiten Drittels zu Werke. Franz Neumayr und zweimal Benno Bach scheiterten gleich mal am starken Quintus. Florian Panthaler und Florian Remm erging es nicht besser und im verwaisten EVB-Tor wehrte auch noch ein Verteidiger erfolgreich ab. Ehe die Berchtesgadener Festung sturmreif war, musste erst noch Martin Lainer gegen den allein anstürmenden EVB-Kapitän Bräuer einen 2. Gegentreffer verhindern. Fl. Panthaler mit viel Raffinesse (Bach) und Thomas Schalk (Remm, Fl. Panthaler) drehten innerhalb von 34 Sekunden die Partie in der 36. Min. zum 2:1. Präzise ins lange Eck traf Vitalii Mikhailichenko (38. / Manuel Bertl, Jonas Weindl) zum 3:1-Pausenstand.

Die Gäste brachten noch eine Strafzeit mit ins Schlussdrittel, die Mikhailichenko (42. / Michael Reiter / 5-4) zum 4:1 ummünzte. Der Einbahnverkehr hielt an und Fl. Panthaler jagte nach einem abgewehrten Laschütza-Schuss den Puck volley aus der Luft zum 5:1 in die Maschen. Es ging weiter in diesem Takt und Daniel Panthaler mit einem Pfostenschuss und U23-Spieler Timmi Kerscher, der an Quintus scheiterte, hatten weitere Treffer auf dem Schläger. Die Gäste ließen sich trotz ihrer Unterlegenheit nicht hängen und belohnten sich in der 59. Min. durch Toni Gradringer mit einem tollen Treffer ins Kreuzeck. 16 Sekunden vor Schluss verhinderte der Pfosten noch einen weiteren ESV-Treffer, als mit Mikhailichenko der Gefoulte zum Penalty antrat.                            

Schiedsrichter: Mario Gigler, Thomas Raidl; Strafminuten: ESV 2 / EVB 8 + 10; Zuschauer: 60 

 

Mit Berchtesgaden kommt ein kampfstarker Gegner

ESV-Puckjäger am Sonntag vor einer weiteren schweren Aufgabe

Gebensbach  -  Nachdem das vergangene Wochenende dem ESV fünf Punkte einbrachte, müssen die Puckjäger aus dem Eishockeydorf morgen nachlegen. Um 17 Uhr treffen sie im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion auf den EV Berchtesgaden.

Gegen die Truppe vom Fuße das Watzmann ging es immer kampfbetont und eng zu. Das Hinspiel gewann der ESV zum Saisonauftakt mit 3:2 dank einer gewaltigen Leistungssteigerung im Schlussdrittel. Verfolgt man die Presselandschaft der Bezirksliga, so gibt es in Spielen mit Berchtesgadener Beteiligung selten Strafzeitenfluten oder sonstige Auswüchse –sie pflegen halt den kernigen Spielstil.   

Berchtesgaden sorgte vor der Saison für Schlagzeilen, als sie vor dem Ständigen Schiedsgericht des Deutschen Eishockeybundes ein Urteil erlangten, das bei den Bayerischen Eishockeyvereinen und vor allem auch im Verband richtig einschlug. Der BEV musste die Statuten und Durchführungsbestimmungen mit nur einem erlaubten Ausländer ändern. Es gibt jetzt für ausländische Spieler aus EU-Ländern oder der EU gleichgestellten Ländern keine zahlenmäßige Begrenzung mehr.

Zur befürchteten Ausländerschwemme ist es in den Niederungen des Eishockeys noch nicht gekommen, auch wenn beim Landesligisten Vilshofen derzeit drei Tschechen auflaufen. Die Bayernligaclubs haben eine Selbstbeschränkung auf die bisherige Regelung mit einem transferkartenpflichtigen Spieler unterschrieben.

In Berchtesgaden stehen mit dem sehr starken österreichischen Torhüter Stefan Quintus und dem wenig auffälligen 37-jährigen Slowaken Roman Juras zwei Ausländer im Kader. Der ESV ist bis auf die verletzten Laurin Hobmaier und Klaus Mayer komplett einsatzfähig. Mit einem Sieg kann der ESV – Fünfter mit 14 Punkten aus 9 Spielen – Anschluss an den Tabellenvierten Waldkraiburg 1b (16 Punkte aus 9 Spielen) und Inzell (17/10) halten und zugleich die sechstplatzierten Berchtesgadener (6 Punkte aus 8 Spielen) distanzieren.

 

Ein stark spielender Vitalii Mikhailichenko (29) versenkte den Puck in den Maschen zum 4:1, nach vorarbeit von Benno Bach (Hintergrund).  Foto Dominik Findelsberger

Gebensbacher Spielrausch im Schlussdrittel

Vier Treffer in den letzten 20 Minuten beim 5:1-Sieg gegen Inzell

Gebensbach   Trainer Sergej Demcenko hatte es gefordert und seine Burschen haben „den Bock umgestoßen“. 5:1 (1:1, 0:0, 4:0) fertigte der ESV am Sonntagabend den Landesligaabsteiger DEC Inzell ab.

Suboptimal ging es für den ESV los. Bereits nach 30 Sekunden zappelte der Puck im Netz hinter Torhüter Martin Lainer – Torschütze für Inzell Michael Eberlein (Thomas Scheck). Der ESV-Schlussmann stand auch weiterhin im Brennpunkt. So nach 10 Minuten kamen seine Vorderleute zu ersten vielversprechenden Offensivaktionen mit Torchancen durch Weindl und Jannis Hackel. In Überzahl stürmte dann Florian Panthaler nach Klassepass von Rudi Mayer auf und davon zum 1:1 (13.). Jetzt waren die Gäste so richtig herausgefordert und bis zur Drittelpause lag es am famos haltenden Lainer, dass es beim Remis blieb.

Die im ersten Drittel immer besser gewordene Partie nahm nach der Pause an Klasse und Intensität zu. Zwei Inzeller saßen auf der Strafbank, da jagte Vitalii Mikhailichenko den Puck an den Pfosten. Inzell war wieder komplett, da scheiterte Daniel Panthaler aus der Nahdistanz an DEC-Keeper Peter Zeller. Bei zwei erneuten Strafen gegen Inzell kombinierte der ESV durchaus gefällig, aber ohne Ertrag. Dieser Spielabschnitt drehte sich auch wieder zur Halbzeit. Bedingt durch ESV-Strafzeiten war nun Inzell am Drücker. Mit sensationellen Paraden brachte Schlussmann Lainer den 1:1-Spielstand in die zweite Pause. 

61 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da traf Fl. Panthaler durch Torhüter Zellers Hosenträger zum 2:1 (Benno Bach). Der zum Stürmer umfunktionierte Franz Neumayer erhöhte mit seinem ersten Saisontreffer (43. / Manuel Bertl) auf 3:1. Die durchwegs mit landesligaerfahrenen Cracks bestückte Gästemannschaft fand keine Mittel mehr gegen den Gebensbach Angriffswirbel. Der kaum zu haltende Mikhailichenko jagte den Puck zum 4:1 (45./ Benno Bach) ins Kreuzeck. Es folgte eine Gästestrafzeit und das 5:1 durch Bach (48./ Thomas Schalk, Fl. Panthaler), der ebenso eiskalt am machtlosen Zeller vorbei den Puck ins obere recht Eck zirkelte. Inzell war geschlagen, auch wenn der bärenstarke Lainer noch einige Male zum Zupacken gezwungen wurde.

Strafminuten: ESV 16 / DEC 20 / Schiedsrichter: Mario Gigler, Thomas Raidl; Zuschauer: 200

 

Michi Reiter sichert mit seinen Penaltys den Zusatzpunkt

hart erkämpfter 6:5-Sieg n. P. beim wiedererstarkten Münchner EK

 Gebensbach / München    Das war haarscharf: arg dezimiert gewann der ESV am Freitagabend beim Münchner EK 6:5 (1:1, 3:3, 1:1, 1:0) nach Penaltyschiessen.

Alle Mann an Bord bis auf Manuel Bartzik hieß es während der Woche  – von wegen! Diese optimistische Sichtweise von Trainer Sergej Demcenko mag vielleicht für das am Sonntag anstehende Spiel gegolten haben. Es fehlte jedenfalls mit den beiden Panthaler-Brüdern, Benno Bach, Laurin Hobmaier und Florian Remm aus verschiedensten Gründen gleich ein Quintett – dafür war ausgerechnet Barztik nach langer Verletzungspause erstmals dabei. 

Dem Verkehrs- und Parkplatzchaos geschuldet kam auch noch Demcenko Mitte des ersten Drittels zur Truppe. In diesem zerfahrenen ersten Spielabschnitt gelang Thomas Schalk bei einer Münchner Strafzeit sein erster Saisontreffer in der 10.Minute zum 1:0 (Michael Reiter). Wie im Training konnten sich die Gastgeber, die überraschend gut aufgestellt waren, beim 1:1 (15.) den Puck zuschieben.

Aus der Pause kamen beide Teams wie verwandelt. Zum Besseren aber nur der MEK, der die Gebensbacher mit zwei Treffern durch Dennis Reis (22.) und Daniel Tack (23.) schier überrannte. 25.59 zeigte die Stadionuhr, da nahm ESV-Coach Demcenko bereits eine Auszeit. Seine Burschen wurden wieder zielstrebiger und in Überzahl staubte Vitalii Mikhailichenko (29. / Reiter, Jannis Hackel) zum 2:3 ab. Im offenen Schlagabtausch traf Münchens Thomas Hemmerle zum 4:2 (32.). Wieder in Überzahl traf Kapitän Bertl zum 3:4 (37.) und nur 22 Sekunden später gelang dem zum Stürmer umgeschulten Thomas  Laschütza der Ausgleich. Das Remis in die Pause rettete Keeper Manuel Hammerlindl im Penaltyduell gegen Christian Geuss.

55 Sekunden nach Wiederbeginn stürmte Mikhailichenko zu seinem 2. Treffer auf und davon. Der ESV war nun das tonangebende Team, versäumte es aber in der ersten Hälfte dieses Schlussdrittels, weitere Treffer nachzulegen. Reiter und Rudi Mayer scheiterten an einem Torpfosten, für Schalk wurde der Winkel zu spitz, Laschütza jagte den Puck übers Kreuzeck und Mikhailichenko vergab auch noch eine 100%ige Einschussmöglichkeit. Mit einer Strafzeit gegen Bertl in der 49. Min. drehte sich die Partie und blieb bis zum Schluss ein offener Schlagabtausch. Als Hammerlindl in zwei Versuchen den Puck nicht fixieren konnte, staubte Stefan Hirschauer (53.) zum 5:5 ab. Das Ganze hätte aus ESV-Sicht auch noch schief gehen können, als Hammerlindl bei Spielzeit 58.02 den alleinanstürmenden Pinder stoppte. Dieser wurde von Martin Sieber auch noch unnötigerweise gefoult, so diese letzten zwei Minuten in Unterzahl zu überstehen waren.53 Sekunden vor Schluss marschierte Mikhailichenko zusammen mit Münchens Hirschauer noch auf die Strafbank. 15 Sekunden vor Ultimo hatte bei einem Konter mit 2 gegen 1 Jannis Hackel den Siegtreffer auf dem Schläger, schoss aber daneben.

Ohne den „kalt gestellten“ Mikhailichenko ging es in den Showdown. Im ersten Durchgang mit 3 gegen 3 verwandelten Schalk und Reiter ebenso sicher wie Münchens Reis und Pinder. ESV-Kapitän Bertl verzockte sich und Mauch vom MEK scheiterte an Hammerlindl. In den nun folgenden 1:1-Duellen begann München mit Reis, der ebenso an Hammerlindl scheiterte wie Jonas Weindl an Heinze im MEK-Tor. Hemmerle (MEK) und Schalk fanden in den Torhütern ihre Meister, Münchens Pinder scheiterte an Hammerlindl und Pfosten, ehe Reiter auch seinen zweiten Penalty zum Siegtreffer verwandelte.   

Strafminuten: MEK 12 / ESV 8

 

ESV-Puckjäger vor Nonstop-Wochenende

Zwei Spiele in der Bezirksliga und dazwischen Christbaumversteigerung

 Gebensbach  -  „Volles Programm“ heißt es dieses Wochenende für den ESV und seine Fangemeinde. Mit den Spielen heute in München um 19.30 Uhr im Olympia-Eisstadion, der Christbaumversteigerung morgen um 19.30 Uhr im Vereinsheim sowie dem Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr gegen Inzell geht es drei Tage Nonstop durch.

Mit beiden Kontrahenten hatte man es diese Saison schon zu tun und dies mit unterschiedlicher Ausbeute. Gegen den Münchner EK ist es das dritte Aufeinandertreffen. In dieser Eineinhalbrunde bilden die Luchse mit Dachau, Aich und Gebensbach ein Quartett, das viermal gegeneinander spielt. Mit 4:3 in München und zuletzt 4:2 zuhause gewann der ESV beide Vergleiche, tat sich aber gegen den personell arg gebeutelten MEK beide Male sehr schwer.

Trainer Sergej Demcenko stehen bis auf den verletzten Manuel Bartzik alle Mann zur Verfügung. Es gab diese Woche eine Aussprache und der Coach zeigte sich optimistisch. Die Trainingsbeteiligung ist diese Saison so rege wie lange nicht mehr. Es wird gut trainiert, aber in den letzten Spielen bemängelte Demcenko den nötigen Ernst und die richtige Einstellung.

In München erwartet er, dass der „Bock umgestoßen wird“. Am Sonntag ist der Landesligaabsteiger DEC Inzell der klare Favorit. Das ESV-Team ist aber nicht nur eine Wiedergutmachung für die schwache Leistung bei der 1:6-Niederlage vom Sonntag schuldig. Die jährlich einmal stattfindende, Freikartenaktion wurde für dieses Spiel gestartet und schon der Kulisse wegen muss das Team mehr bieten.

 

Das war einfach zu wenig

ESV muss sich nach schwachem Auftritt in Inzell 1:6 geschlagen geben

 Gebensbach  -  Mit 6:1 (1:0, 2:1, 3:0) fertigte der DEC Inzell die ESV-Puckjäger am Sonntagabend ab. So wie die Gäste über weite Strecken agierten, war die Niederlage auch verdient.

Trainer Sergej Demcenko hatte wieder mal seine Ausrüstung eingepackt, nachdem mit dem verletzten Manuel Bartzik und Urlauber Laurin Hobmaier zwei Verteidiger fehlten. So liefen mit Demcenko immerhin 7 Verteidiger und die komplette 10-köpfige Sturmarmada auf.

Einmal musste sich Torhüter Martin Lainer im ersten Drittel geschlagen geben. Nach gelungenem Spielzug ließ ihn Thomas Scheck (6.Min.) gekonnt aussteigen. Der ESV kam dann dreimal in den Genuss numerischer Überzahl. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison stellte sich dem Betrachter die Frage, was die treiben, wenn es heißt „Überzahltraining“. Nur einen Schuss kam aufs Inzeller Tor zustande.

In der 21. und 25. Min. handelte sich Inzell wieder Strafen ein. Als es schon nach der Fortsetzung dieser Magerkost namens Überzahlspiel aussah, traf der oft zu eigensinnig agierende Vitalii Mikhailichenko (28.) mit starkem Abschluss wenige Sekunden vor Ablauf der 5. Inzeller Strafzeit zum Ausgleich. Die mitgereisten ESV-Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen, als Jonas Weindl in der 30. Min. DEC-Keeper Sebastian Fröhlich austrickste, aber der Winkel zu spitz wurde. Dafür traf Scheck, der starke Trostberg-Heimkehrer auf DEC-Seite, 79 Sekunden später zum zweiten Mal. 4.37 und 4.00 Restspielminuten zeigte die Uhr an, als der ESV die ersten Strafen kassierte.  18 Sekunden vor Ablauf der 2. Strafzeit gelang DEC-Verteidiger Andreas Graf das 3:1.

Nothelfer Demcenko hatte sich zur Pause umgezogen. So musste er von draußen mitansehen, wie die Fehler seiner Schützlinge bestraft wurden. Scheck mit seinen Treffern Nr. 3 (50.) und 4 (52.) sowie Bernhard Balthasar (57.) erhöhten auf 6:1 für Inzell.  

Statistik:

Strafminuten:  DEC 14 / ESV 10; Schiedsrichter: Wolfgang Franzreb, Michael Karrenberg

 

In Inzell nur Außenseiter

ESV beim Landesliga-Absteiger und Tabellennachbarn

 Gebensbach.   Härtetest und Standortbestimmung – so könnte man die Aufgabe beschreiben, die der ESV am Sonntag vor sich hat. Der DEC Inzell ist in seiner Max Aicher Arena um 17Uhr  der Gastgeber; Busabfahrt am Eisstadion in Dorfen um 13.30 Uhr.

Zumindest Rang 2 und damit die Teilnahme an der Play Off-Runde um den Aufstieg in die Landesliga wurde in Inzell als Saisonziel ausgegeben. Der Abstieg aus der Landesliga letzte Saison war ein „Betriebsunfall“, nachdem man in der Abstiegsrunde lange Zeit auf sicherem Kurs zu steuern schien. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Kanadiers Mike Johnstone half auch die Nachverpflichtung des 21-jährigen Tschechen Martin Zahora nicht mehr.

Den wollte Inzell gerne wieder verpflichten, aber der zog den Landesligisten Kempten vor. Dafür kamen vom Landesligisten Trostberg drei Heimkehrer zurück. Unter ihnen ist der 41-jährige Oleg Matveenko. Für ihn war der ESV in der Saison 2000/2001 im Land seiner Vorfahren eine der ersten Stationen nach der Übersiedlung aus Russland. Das Team besteht überwiegend aus einheimischen Spielern, von denen die torgefährlichen Thomas Plenk und Julian Meyer herausragen.

Dem 9:1-Auftaktsieg gegen Dachau folgten ein 0:14 in Klostersee und ein 4:9 beim EV Aich. Mit dem 10:2 gegen den Münchner EK und dem 4:2-Derbysieg in Berchtesgaden schien die Truppe von Trainer Thomas Schwabl wieder auf Kurs zu sein. Ein 3:5-Niederlage in Waldkraiburg wurde beim zweiten Auftritt bei den Löwen mit einem 5:4-Sieg nach Penalty korrigiert. So rangiert Inzell mit 11 Punkten aus 7 Spielen auf Platz 4 vor Gebensbach, das 9 Zähler aus 6 Spielen aufweist.

Der ESV ist in diesem Duell der Tabellennachbarn sicher der Außenseiter gegen einen Gegner, der jahrelange Landesligaerfahrung mitbringt.

 

Mit Ach und Krach ein sehr mühevoller Pflichtsieg

ESV beim mageren 4:2-Sieg gegen den Münchner EK nicht wiederzuerkennen

Gebensbach   Die anvisierten drei Punkte haben die ESV-Puckjäger am Freitagabend eingefahren. Mit Ruhm bekleckert haben sie sich beim 4:2 (0:1, 3:0, 1:1) – Sieg gegen den Münchner EK jedoch nicht.

Was hatte Trainer Sergej Demcenko seinen Schützlingen während der Woche klarzumachen versucht – sich zeigen und nicht verstecken. Gegen ein Dutzend Münchner konnte er 17 Feldspieler ins Rennen schicken. Die schienen so ziemlich alles missverstanden zu haben. Das Bemühen war da, aber es mündete in viel Kampf mit Einzelaktionen und Nachlässigkeiten, aber nicht in Tempo- und Kombinationsspiel. „Wir müssen uns vor den Zuschauern schämen“ meinte Florian Panthaler beim Gang in die erste Pause. 0:1 stand es, nachdem man in der 17. Minute Jannik Pinder über außen hatte davonziehen lassen.

Der ESV hatte nach Wiederbeginn noch eine Strafzeit zu überstehen und brachte dann etwas mehr Zielstrebigkeit in sein Spiel. Nach ein paar starken Auftritten von Vitalii Mikhailichenko und einem Lattenknaller von Laurin Hobmaier zog der Mann der Selbsterkenntnis, Florian Panthaler einfach mal ab (31. / Manuel Bertl, Mikhailichenko) und es stand 1:1. Thomas Schalk und Mikhailichenko scheiterten in der Folge am starken Jens Lachenmaier im MEK-Tor. Zum 2:1 zog Jonas Weindl (37.) dafür nach Schalks Traumpass unwiderstehlich auf und davon. 34 Sekunden später traf Florian Remm (39. / Daniel Panthaler, Klaus Mayer) flach und humorlos zum 3:1. Wenig später hatte er auch noch die Chance zu einem weiteren Treffer, aber Lachenmaier reagierte stark.

Mit einer Bankstrafe gegen den ESV begann das Schlussdrittel, weil Ersatzkeeper Manuel Hammerlindl zu zögerlich das Eis Richtung Bank verließ. Den „Freiraum“ nützte Jonas Weindl kaltschnäuzig zum 4:1 (42.) und wie er den Keeper erneut austrickste war fast eine Duplizität seines ersten Treffers. Der ESV spielte jetzt befreiter auf und es gelangen auch ein paar flüssige Kombinationen. Mikhailichenko und Schalk hatten weitere Treffer auf dem Schläger. Martin Lainer im ESV-Tor rückte mal in den Brennpunkt, ehe Bertl und Fl. Panthaler die nächsten Chancen vergaben. Mit dem zweiten MEK-Treffer durch Pinder (50.) war beim ESV der Spielfluss schon wieder dahin. In große Gefahr geriet der Sieg jedoch nicht mehr.

  Schiedsrichter: Albert Aschenbrenner, Sebastian Rosza; Strafminuten: ESV 6 / MEK 2; Zuschauer: 100

 

Jetzt muss der ESV Punkte sammeln

Startschuss zur Aufholjagd heute Abend gegen den Münchner EK

Gebensbach  -  Die Klosterseespiele sind abgehakt und nun gilt es für die ESV-Puckjäger Punkte zu sammeln. Heute Abend empfangen sie um 20 Uhr den Münchner EK im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion und da soll gleich mal ein Dreier verbucht werden.

Trainer Sergej Demcenko hat seinen Burschen diese Woche im Training versucht klar zu machen was er von ihnen erwartet. „Einige verstecken sich noch zu sehr und zeigen nicht das, wozu sie fähig sind“ monierte der 44-jährige, der inzwischen keine Notwendigkeit mehr sieht, selbst einzugreifen. „Drei feste Blöcke haben sich inzwischen gebildet und mit der ein oder andere U23-Spieler dazu, das muss reichen“.

Drei Blöcke – davon waren die Münchner in ihrem letzten Spiel auf heimischem Eis weit entfernt.  10 Feldspieler konnten sie nur aufbieten, lagen im ersten Drittel sogar mal in Führung um dann mit 5:18 gegen den EV Aich unterzugehen. 27 Feldspieler umfasst der „Luchse“-Kader und mit einem 11:2-Sieg gegen Dachau fing die Saison auch ganz gut an. Die folgende Partie war dann schon das erste Aufeinandertreffen mit dem ESV, bei dem die Punkte nach ganz zähem Kampf mit 4:3 nach Gebensbach gingen.

Letzte Saison gewann der ESV beide Vergleiche mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Viermal sieht man sich im laufenden Bewerb durch die Eineinhalbfachrunde. Wenn Bertl, Weindl & Co. mit ihren Tormöglichkeiten nicht so verschwenderisch wie Ende Oktober in München umgehen, sollten sie auch am Freitag nach der regulären Spielzeit als Sieger vom Eis gehen.

 

Erneut zweistellig, dennoch gut geschlagen

Der letztjährige Oberligist Klostersee spielt einfach in einer „anderen Liga“

Gebensbach   Sie warfen alles in die Waagschale, doch zweistellig wurde es auch diesmal. 1:12 (1:3, 0:4, 0:5) verloren die ESV-Puckjäger am Freitagabend gegen den EHC Klostersee. Rund 150 enthusiastisch anfeuernde  Fans aus Klostersee hatten ihr Team nach Dorfen begleitet. So hatte diese Partie mit 250 Zuschauern eine für Gebensbacher Verhältnisse beeindruckende Kulisse.

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und der ESV hatte nach 19 Sekunden gleich eine Strafzeit zu überstehen. Dies gelang mit einem toll haltenden Manuel Hammerlindl zwischen den Pfosten. 2.50 Spielminuten zeigte die Uhr an, da kam der ESV erstmals aus seinem Drittel. Mit einem verdeckten Schuss durch Kapitän Bernd Rische (6. Min.) ging der EHC in Führung. In der selben Minute testete Florian Panthaler die Fangsicherheit von EHC-Keeper Andreas Zinnäcker. Wenige Sekunden nach dem 2:0 durch Gennaro Hördt (9.) wanderten kurz hintereinander zwei EHC-ler auf die Strafbank. Verteidiger Rudi Mayer gelang prompt der Anschlusstreffer (11.), als sein Schuss von der Bande zurückprallend den Weg ins Tor fand. Mit nur einem weiteren Gegentreffer durch Manuel Kritzenberger (13.) kam der ESV dank aufopferungsvollem Einsatz in die Pause.

Es schien auch nach der ersten Pause ganz gut zu laufen für das Heimteam. Bis Mitte dieses Spielabschnitts konnten Hammerlindl und seine Vorderleute weitere Gegentreffer verhindern. Klostersees Trainer Dominik Quinlan nahm eine Auszeit um sich seine Truppe lautstark zur Brust zu nehmen. Sekunden später fiel der erste Treffer in diesem zweiten drittel durch Raphael Kaefer (31.). Für die Qualität dieses Spieles spricht auch, dass in der 33. Min. das erste Icing überhaupt gepfiffen wurde - gegen Klostersee. Die Gäste machten nun per Doppelschlag durch Philipp Quinlan (34.) und Felix Kaller (35.) ernst. Mit einem Treffer nach einem Sololauf für die Galerie sorgte Kaller (39.) für den 7:1.

14 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts jagte Hördt den Puck über den langen Pfosten zum 8:1 in ESV-Netz. Der Treffer zum 9:1 durch Gilbert Akal (47.) war der erste in diesem Spiel,  der Klostersee in Überzahl gelang. Bei 4 gegen 4 holte Klostersee zum Doppelschlag durch P. Quinlan (50.) und Kritzenberger (51.) aus. Beim ESV machte nun Hammerlindl für Martin Lainer Platz. Dessen Vorderleute ließen sich keinesfalls hängen. Bei zwei Breaks schnupperten Benno Bach und Thomas Schalk an einem Treffer, aber es reichte die Kraft nicht mehr. Mit einem Mann mehr drehte Vitalii Mikhailichenko mal richtig auf, aber sein Schuss zischte knapp über die Torlatte. Thomas Laschütza und Manuel Bertl schafften es auch nicht, in Nachschussposition diese EHC-Strafzeit in den zweiten Treffer umzumünzen. P. Quinlan machte (56.) machte dafür das Dutzend voll.

Schiedsrichter: Jürgen und Markus Sperl;  Strafminuten: ESV 12 / EHC 12

 

Zumindest in der Kasse wird es klingeln

ESV erwartet das Überteam aus Klostersee mit enormer Anhängerschar

 Gebensbach  -  Wenn es auch sportlich wohl nichts zu holen gibt, steht dem ESV am Freitagabend ein Saisonhöhepunkt ins Haus. Um 20 Uhr stellt sich der EHC Klostersee im Dr. Rudolf-Stadion in Dorfen vor, nachdem beide Teams erst am vergangenen Sonntag die Schläger kreuzten.

350 Zuschauer waren in die vereinseigene Grafinger „Scheune“ gekommen und mit mindestens 200 EHC-Fans ist für die Partie im nahe gelegenen Dorfen zu rechnen. Die Zuschauer sind zum einen das Phänomen des langjährigen Oberligisten, jedoch eine Handvoll Hooligans wurde in den letzten Jahren zum großen Problem. Rund 40.000 Euro haben den Club erhöhte Sicherheitsmaßnahmen allein letzte Saison gekostet. So entschloss man sich ohne sportliche Not, aber dafür mehr aus finanziellen Zwängen zum Neubeginn in der Bezirksliga.

10 Akteure vom letztjährigen Oberligakader sind dem EHC treu geblieben. Darunter befinden sich Klassespieler wie die, nach den beiden US-Amerikanern Gunner und Taft, besten Scorer der letzten Saison, Raphael Kaefer (39 Spiele / 35 Punkte) und Philipp Quinlan (39/32). Mit dem 21-jährigen Nicolai (39/19) ist ein weiterer Quinlan im Kader. Mit dem 28-jährigen Dominik, dem ältesten der Quinlan-Brüder und dem Ex-Rosenheimer Nikolaus Senger (27) bilden zwei Ex-Zweitligaspieler das Trainerduo.

Für den ESV kann das Ziel ein noch etwas knapperes Ergebnis als das sonntägliche 1:10 sein. Trainer Sergej hatte es ja schon mal angekündigt: „Diese beiden Spiele sind auf alle Fälle lehrreiche Trainingseinheiten für sein Team“.

 

Goalie Martin Lainer und seine Vorderleute kämpften mit viel Herzblut gegen den EHC, wie hier gegen Raphael Kaefer (94).  Foto: Dominik Findelsberger

1:10-Niederlage in Klostersee ist zu verschmerzen

Gebensbach   Am Ende wurde es doch zweistellig. Nach einem aufopferungsvollen Kampf musste sich der ESV am Sonntagabend beim EHC Klostersee, letzte Saison noch Oberligist und nun haushoher Favorit der Eishockeybezirksliga Gr. 2, mit 1:10 (1:4, 0:3, 0:3) geschlagen geben. r

Der ESV, bei dem Laurin Hobmaier, Manuel Bartzik (verletzt) sowie Jannis Hackel  (krank) und Florian Remm (gesperrt) fehlte, wehrte sich mit seinen drei Fünferblöcken gar nicht ungeschickt. Dreimal im ersten Drittel Gennaro Hördt und einmal Philipp Quinlan waren im ersten Spielabschnitt für das Heimteam erfolgreich. Mit einem sehenswerten Flachschuss ins lange Eck hatte Vitalii Mikhailichenko (10. / Thomas Laschütza, Franz Neumayr) zum 1:2 getroffen. Ein Raunen ging durchs Stadion, als der Sputnik im ESV-Trikot in der 15. Min. in Überzahl den Puck an die Latte jagte.

Lange sah  es im 2. Spielabschnitt nach einem Teilerfolg für die alles gebenden Gebensbacher in Form eines torlosen Drittels aus. Goalie Martin Lainer hielt bärenstark und seine Vorderleute kämpften und verteidigten mit Herzblut. Als in der 36. Min. Michael Reiter und Daniel Panthaler innerhalb weniger Sekunden auf die Strafbank mussten, bestrafte dies Felix Kaller sowohl bei doppelter als auch bei einfacher Überzahl. 70 Sekunden vor der Pause tanzte Hördt alle seine Gegenspieler zum 7:1 aus.

Als Jens Glombitza (46.), Hördt mit seinem 5. Treffer (50.) und der 17-jährige Vitus Gleixner (51.) auf 10:1 erhöhten, musste man schwarzsehen für den ESV, denn kurzzeitig schien sich Resignation breit zu machen. Die Schützlinge von Trainer Sergej Demcenko, der diesmal seinen Posten hinter der Bande eingenommen und mit dem 19-jährigen Timm Kerscher einen weiteren U23-Spieler ins  kalte Wasser geworfen hatte, fingen sich aber schnell wieder. Zugute kam ihnen auch, dass in der letzten Hälfte dieses Schlussdrittels noch vier Klosterseer und nur noch in der Schlussminute beim ESV Verteidiger Thomas Laschütza auf die Strafbank geschickt wurden. 5 der 10 Treffer erzielten die Hausherren immerhin in Überzahl. Etwas übertrieben haben es die beiden Schiedsrichter mit sehr kleinlichen Entscheidungen auf beiden Seiten.  

Strafminuten: EHC 24 / ESV 28; Schiedsrichter: Alex Loosley, Nils Timpe; Zuschauer: 344

 

Heißt es am Sonntag „Geteiltes Leid ist halbes Leid“? – die beiden ESV-Torhüter Manuel Hammerlindl und Martin Lainer (Nr. 31)   Fotos: Dominik Findelsberger

Lehrreich wird es auf alle Fälle

ESV Gebensbach beim letztjährigen Oberligisten Klostersee

Gebensbach  -  Was für eine Herkulesaufgabe kommt da auf die ESV-Puckjäger zu! Der  EHC Klostersee ist am Sonntag um 17.30 Uhr in Grafing der Gastgeber und wohl noch nie in nunmehr fünf Gebensbacher Bezirksligaspielzeiten waren die Fakten so eindeutig!

Von 2002 bis 2015 gehörte der Traditionsclub aus dem Landkreis Ebersberg der Oberliga Süd an und zählte in der dritthöchsten Liga des Deutschen Eishockeys durchaus zu den etablierten Clubs. Aus finanziellen Gründen, mithervorgerufen auch durch nicht in den Griff zu kriegende Hooligans, wurde der Neustart in der Bezirksliga ausgerufen.

In Testspielen wurden auch Bayernligaclubs bezwungen. Im ersten Pflichtspiel ging es beim 6:2-Sieg in Moosburg gegen Aich noch zäh, aber das 14:0 in eigener Halle gegen den Landesligaabsteiger Inzell war ein Ausrufezeichen. Wen wundert es – ein Großteil aus dem letztjährigen Oberligakader, alle aus dem eigenen Lager oder aus dem Rosenheimer Umfeld, sind dem 1957 gegründeten Club treu geblieben. Der 28-jährige Trainer Dominik Quinlan und sein Assistent Nikolaus Senger (27), beide gestandene Zweitligaspieler, ersterer u.a. in Landshut und Schwenningen und der Co. ein waschechter Rosenheimer, spielen selbst gar nicht!

„Das sind zwei gute und wahrscheinlich sehr lehrreiche Trainingsspiele für uns“ – Trainer Sergej Demcenko sieht dem Ganzen recht entspannt entgegen. Das Rückspiel findet gleich am folgenden Freitag, 11. November in Dorfen statt. Dann hat man es gleich in einem Aufwaschen hinter sich – Berchtesgaden, Inzell und Waldkraiburg 1b spielen in der Eineinhalb-Runde viermal gegen diese Übermannschaft!

 

Sieg beim Münchner EK nach überlegen geführter Partie

 Gebensbach  -  Was am Freitagabend trotz einer tollen Teamleistung nicht gelang, schafften die ESV-Puckjäger am Samstagabend trotz weniger glanzvollen Auftritts. Mit einem 4:3 (0:1, 1:0, 3:2 – Sieg heimsten sie beim Münchner EK den zweiten Dreier im 3. Pflichtspiel ein.

Neben dem bereits gut integrierten Dominik Steierer war erstmals mit Timm Kerscher ein zweiter U23-Spieler dabei. Trainer Sergej Demcenko lief ebenfalls wieder auf und so konnte der ESV 18 Feldspieler aufbieten. Der Trainer wollte „den Kräfteverschleiß mit zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden damit etwas abfedern“. Nach dem Aufwärmen waren es einer weniger, denn der grippegeschwächte Michael Reiter musste passen.

Zwei Drittel lang beherrschte der ESV mit drei Abwehr- und vier Angriffsreihen – Vitalii Mikhailichenko spielte doppelt – die drei Fünferblöcke der Gastgeber sehr deutlich. Nach 40 Minuten musste Verteidiger Laurin Hobmaier mit einer Ellbogenverletzung aufgeben. Demcenko stellte auf zwei Abwehr- und drei Angriffsformationen um, „was nicht alle ohne Murren hinnahmen“ wie er zugeben musste.

Bei einer gefühlten Torschussstatistik von 60:10 war das Problem die mangelnde Chancenverwertung. Auf der anderen Seite wurde Martin Lainer im ESV-Heiligtum wenig gefordert. Wenigstens Doppeltorschütze Benno Bach zeigte sich wieder eiskalt im Abschluss – am Freitag hatte der Erdinger noch gefehlt.  

  Statistik:

1:0 Dennis Reis (13. Min. / Alex Van gen Hassend, Alexander Killinger / 4-5), 1:1 Jonas Weindl (36.), 1:2 Mikhailichenko (43. / 5-4), 1:3 Bach (46. / Manuel Bertl, Florian Panthaler / 5-4), 2:3 Jannik Pinder (56. / Reiss, Van gen Hassend), 2:4 Bach (59. / Mikhailichenko, Franz Neumayr / 4-5), 3:4 Christopher Langer (59. / Daniel Tack, Jonas Mauch); Schiedsrichter: Klaus Haas, Michael Walter; Strafminuten: MEK 22 + 10 / ESV 10

 

„Tor oder nicht Tor“ bzw. Tor mit Absicht verschoben oder nicht und somit Strafe gegen Aich oder nicht, nachdem Florian Panthaler den Puck zwischen die Pfosten befördert hatte – egal, verloren hat der ESV die Partie nicht in dieser umstrittenen Szene im letzten Spielabschnitt!                                                                                                                                                                 Foto: Dominik Findelsberger

 

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6:8-Niederlage des ESV gegen Aich die nicht zwingend sein musste

Gebensbach   Es war ein Wahnsinnsspiel auf einem für die Bezirksliga sensationellen Niveau, das der ESV am Freitagabend gegen den EV Aich 6:8 (2:0, 3:4, 1:4) verlor. Selbst eine 3:0-Führung reichte nicht, da ab Mitte der Partie Aichs US-Amerikaner nicht mehr in den Griff zu kriegen war und dieser mit sechs Treffern die Partie fast im Alleingang entschied.

Von Beginn weg zwangen die Gäste ESV-Schlussmann Manuel Hammerlindl zu einigen Glanzparaden. Seine Vorderleute bauten sich an ihrem Schlussmann auf und es entwickelte sich ein Klasseeishockeyspiel. Jonas Weindl und Vatalii Mikhailichenko setzten erste Duftmarken vor Alexander Winklmaier im EVA-Tor. Dann zog der ESV in Überzahl tolle Powerplays auf. Zwei Aicher saßen draußen, da traf  Verteidiger Laurin Hobmaier zum 1:0 (15.Min. / Fl. Panthaler, Rudi Mayer) Dem ESV hatte weiter nummerischen Vorteil, denn es wanderten weiterhin Gästespieler auf die Sünderbank. Klaus Mayer war nach einem Schuss von Jannis Hackl zur Stelle und staubte zum 2:0 ab (18.).

Bei Aich kam nach der Pause Konstantin Mayer ins Tor und den überlistete der 43-jährige Sergej Demcenko, der spielende Trainer auf ESV-Seite, nach 62 Sekunden zum 3:0. Im weiter offenen Schlagabtausch folgte die Show des US-Amerikaners Matthew Puntureri. Zwischen der 27. und 32. Spielminute stellte er auf  Gleichstand. Der ESV war trotzdem nicht geschockt und Florian Panthaler reagierte vor dem EVA-Tor am schnellsten zum 4:3 (33. / Demcenko, Manuel Bertl). Ob Wechselfehler oder zu weit aufgerückt in der ESV-Defensive war egal - in der 38. Min. konnte Puntureri zum 4:4 davonziehen. Der ESV hatte wieder die passende Antwort parat: in Unterzahl und mit einem Feldspieler für Hammerlindl bei angezeigter Strafe gegen Aich traf Verteidiger Michael Reiter zum 5:4 (Fl. Panthaler, Jonas Weindl), nachdem Mikhailichenko seinen Gegenspielern enteilt war und nur durch ein Foul gebremst werden konnte.

Die Intensität wurde auch im Schlussdrittel hochgehalten. Nachdem Hammerlindl in seinem Torraum attackiert wurde und er auf dem Eis liegend den Abpfiff erzwingen wollte indem er sich die Maske runterriss, kassierte er 2 Strafminuten, die von den Schiris komischerweise wieder annulliert wurden. Florian Remm reklamierte in diesem Tohuwabohu solange, bis er mit zwei (!) Spieldauerstrafen in die Kabine musste. Aich nützte die Konfusion im ESV-Spiel durch Daniel Korn zum 5:5 (44.). Der ESV fing sich wieder und zur erneuten Führung fälschte Jannis Hackel einen Schuss von Franz Neumayr ab (48. / Thomas Laschütza). Die Partie kippte womöglich vorentscheidend 10 Minuten vor Schluss. Statt erneut mit einem an diesem Abend mehrmals gezeigten Powerplay die Führung auszubauen, fing sich der ESV mit einem Mann mehr, noch dazu saß Aichs bester Mann Puntureri draußen, den Ausgleichstreffer durch den allein davonstürmenden Jens Trautmann (51.) ein. Der ESV erarbeitete und erspielte sich nochmal seine Chancen. Florian Panthaler traf in das von Aich verschobene Tor – es wurde weder der Treffer anerkannt noch gab es gegen Aich eine Strafzeit des ansonsten sehr guten schiri-Duos. Thomas Schalk konnte einen Konter nicht nützen, Mikhailichenko jagte den Puck an die Latte, aber auch Hammerlindl musste immer wieder hochkarätige Aicher Torchancen entschärfen. Nach Puntureries fünftem Treffer (57.) kam es zum verzweifelten Anrennen des ESV. Sieben Sekunden vor Schluss landete auch noch ein Befreiungsschlenzer Puntureris als Empty Net Goal zum 8:6 im verwaisten ESV-Tor.

 Schiedsrichter: Lukas Altmann, Stefan Stauber; Strafminuten: ESV 14 + 10 + 20 + 20 Remm / EVA 20 + 10 A. Koller

 

Personal-Rochade beim ESV an diesem Wochenende: Abteilungsleiter Alexander Aigner als Bandenchef und der Cheftrainer Sergej Demcenko in der Eishockeymontur auf dem Eis!   Fotos: Dominik Findelsberger

ESV vor ganz schwerem Doppelpack

Heute Abend Heimspiel gegen Aich – Samstag gleich zum Münchner EK

 Gebensbach  -  Das kommende Wochenende wird für die ESV-Puckjäger hammerhart. Heute Abend um 20 Uhr empfangen sie im Dr. Rudolf-Stadion in Dorfen zum ersten Heimspiel der Bezirksliga Gr. 2 den EV Aich. Am Samstag geht es zum Münchner EK; Spielbeginn im Eisstadion im Olympiapark 19.45 Uhr.

Trainer Sergej Demcenko will es diesmal aber wirklich wissen! Er hat fast den kompletten Kader zur Verfügung, also mindestens drei Fünferblöcke, nachdem vom U23-Quartett Dominik Steierer sicher auflaufen wird. Und dennoch – der Chef streift sich selbst die Ausrüstung über. In den Testspielen hat er dies zweimal durchaus vielversprechend getestet. Als Coach wird Abteilungsleiter und Trainerschein-Inhaber Alexander Aigner an der Bande stehen. Der hat auch während der Woche das Training leiten dürfen.

Die beiden Gegner haben es wirklich in sich. Der EV Aich, Vizemeister der Saison 2014/15 und „Landesliga-Aufstiegsverweigerer“  möchte den enttäuschenden 6. Tabellenplatz der letzten Saison vergessen machen. Der frühere Landshuter Zweit- und Oberligaspieler Robert Pell – bis 2013/14 Trainer bei den Moosburger Vorstädtern – ist als Spieler zurück und hat von dem bayernligaerfahrenen Andreas Koller das Kapitänsamt übernommen. Der Landshuter Georg Hermann ist als Trainer ebenso neu wie das Torhüter-Duo Alexander Winklmaier (EVL-Nachwuchs) und Konstantin Mayer (Dingolfing) sowie der US-Amerikaner Matt Puntureri. Der war beim beeindruckenden 9:2-Sieg gegen Waldkraiburg 1b  bester Scorer. Zum Punktspielstart ließ der EVA schon mit der knappen 2:6-Niederlage gegen die Übermannschaft des letztjährigen Oberligisten Klostersee aufhorchen.

Gegen Aich gingen letzte Saison beide Duelle ins Penaltyschiessen – jede Partei gewann auf heimischem Eis den Zusatzpunkt. Auch gegen die „Luchse“ vom Münchner EK fiel beide Male die Entscheidung in der Overtime – da hatte der ESV zweimal die besseren Nerven. Diese Saison wird es gegen den Fünften der letzten Runde - punktgleich nur auf Grund des direkten Vergleichs hinter dem ESV – nicht leichter werden.

 

3:2 in Berchtesgaden - der erste Dreier ist erkämpft

 Gebensbach  -  Mit einem sehr mühsam erkämpften 3:2 (1:1, 0:1, 2:0) – Sieg holte der ESV gestern Abend auf dem heißen Berchtesgadener Pflaster zum Punktspielstart drei Zähler.

Mit 5 Abwehr- und 9 Angriffsspielern hatte der hinter der Bande Platz genommene Trainer Sergej Demcenko das sprichwörtliche „Mindestaufgebot“ dabei. Gegenüber marschierte die „komplette Kapelle“ auf, nachdem bei der 3:7-Auftaktniederlage in Waldkraiburg noch sieben Mann gefehlt hatten.

In der sehr körperbetont geführten Partie konnte man den Eindruck bekommen, da spielte eine auf vielen Positionen körperlich zu klein geratene Gastmannschaft gegen ein Heimteam mit überwiegend Zweimeter-Riesen. Der ESV hielt aber dagegen, auch wenn er in der 13. Minute in Unterzahl durch Richard Kroll in Rückstand geriet. 3 Minuten später traf Jonas Weindl zum 1:1 (Thomas Schalk, Vitalii Mikhailichenko). Das Remis in die Pause rettete Torhüter Manuel Hammerlindl, als er nach einem Lapsus von Rudi Mayer einen allein anstürmenden EVB-Angreifer stoppte.

Sehr körperbetont blieb das Spiel auch nach Wiederbeginn, aber auch sehr zerfahren. Nach 5 Minuten hatte der ESV Überzahl, spielte auch stark und dominant, jedoch ohne erfolgreichen Abschluss. Dafür ging der EVB in der 28. Min. in Überzahl in Führung – wieder hieß der Torschütze Kroll. Mitte dieses Spielabschnitts hatte der ESV die nächste Überzahl – es war wieder dasselbe. Bis zur Pause wurde der ESV immer überlegener und Sekunden vor der Sirene wurde Weindl penaltyreif gefoult. Der EVB kassierte die nächste Zweiminutenstrafe und der ESV ging mit dem Rückstand, aber in Überzahl in die Pause.

Im Schlussdrittel dauerte es einige Minuten, bis richtig Fahrt aufgenommen wurde. Eine Strafzeit gegen Mikhailichenko wurde überstanden und wieder im Spiel sorgte der 22-jährige Sputnik auf eigene Faust für den Ausgleichstreffer (48.Min.). Es folgte eine 5:3-Überzahl, aber der ESV konnte kein Kapital daraus schlagen. Verteidiger Rudi Mayer gelang schließlich das 3:2 (57. / Weindl, Schalk). Als der ESV zwei Minuten vor Schluss sich noch eine Strafzeit einfing, ging bei Berchtesgaden auch noch der Torhüter für einen 6. Feldspieler raus. Die Demchenko-Schützlinge brachten den Sieg jedoch mit leidenschaftlichem Einsatz über die Zeit.

  Schiedsrichter: Thomas Buckmann, Christopher Antretter-Oswald; Strafminuten: EVB 24 / ESV 16

 

Es hat geklappt – der 22-jährige Sputnik Vitalii Mikhailichenko ist heute im ersten Punktspiel dabei      Foto: Dominik Findelsberger (DFi)

 

Jetzt wird es ernst für den ESV

Der heimstarke EV Berchtesgaden erwartet die Gebensbacher Puckjäger

Gebensbach  -  Heute Abend wird es ernst für die Puckjäger aus dem Eishockeydorf. Als Auftaktpartie in die Bezirksligasaison 2016/17 steht die äußerst heikle Aufgabe beim EV Berchtesgaden auf dem Terminplan. Spielbeginn ist 20 Uhr – Busabfahrt ab Eisstadion Dorfen 16 Uhr.

Ein paar personelle Einschränkungen muss Trainer Sergej Demcenko hinnehmen. Manuel Bartzik ist aus der Vorsaison für zwei Spiele gesperrt, aber ohnehin verletzt. Der würde aber nach eigener Aussage „in Berchtesgaden sowieso nicht spielen, nachdem seine bisherigen beiden Gastspiele dort für ihn jedes Mal in krankenhausreifem Zustand endeten“. Von den 19 Feldspielern fehlen außerdem Patrick Priller (ein Spiel gesperrt) und Jannis Hackel, der momentan an Eishockey wenig Interesse zeigt. Aus der U23-Spielgemeinschaft mit dem ESC Dorfen hat sich Domink Steierer dem ESV angeschlossen. Er hat die letzten beiden Testspiele mitgemacht und ist „voll dabei“, während Florian Dirrigl, Timmi Kerscher und Maiko Müller nach ebenfalls vollzogenem Wechsel vorerst nur U23 spielen.

Geklappt hat es rechtzeitig mit der Spielberechtigung für den Russen Vitalii Mikhailichenko. Wenn so etwas welche hinkriegen, dann Martin Fruhmann, der Mann beim ESV für Verbandsangelegenheiten und Johann Petermaier, der sich um Unterbringung, Versicherung und alles Weitere kümmerte.

Am Fuße des Watzmann heimsten Trainer Sergej Demcenko und seine Schützlinge letzte Saison erstmals die Punkte ein. Bei den Gastspielen der vorangegangenen beiden Spielzeiten gab es außer Niederlagen und Blessuren nichts zu holen. Vor Beginn dieser Saison sorgten die Berchtesgadener bayernweit für Schlagzeilen. Vor einem Schiedsgericht des Deutschen Eishockeybundes setzten sie durch, dass ab sofort im Amateurbereich des Bayerischen Eissportverbandes, also von Bezirks- über Landes- bis zur Bayernliga „unbegrenzt ausländische Spieler aus der EU oder der EU gleichgestellten Ländern spielen dürfen“. So musste der BEV seine Durchführungsbestimmungen ändern, denn diese erlaubten nur einen Ausländer.

In der Bayernliga einigten sich die Clubs schnell auf eine Selbstbeschränkung mit der bisherigen Regelung. In Landes- und Bezirksliga trat dahingehend Funkstille ein. Zur Ausländerschwemme kam es aber nicht. Berchtesgaden setzt nun neben seinem langjährigen österreichischen Torhüter Stefan Quintus den 37-jähirgen Slowaken Roman Juras ein. Ihr Auftaktspiel verloren sie vergangenen Sonntag mit den beiden beim EHC Waldkraiburg 1b mit 3:7, aber bekanntlich sind sie auf heimischem Eis eine viel stärkere Macht.

Bezirksliga Gr. 2

EHC Klostersee (freiwilliger Rückzug aus der Oberliga), DEC Inzell (Landesligaabsteiger), EHC Waldkraiburg 1b, ESV Gebensbach, Münchner EK, EV Aich, EV Berchtesgaden, ESV Dachau;

Modus: Gespielt wird eine 11/2-Runde; zur normalen Punktrunde mit 14 Spielen kommen noch weitere sechs in zwei regionalen Gruppen bei der Gebensbach noch gegen Aich, München und Dachau je zweimal spielt. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der vier bayerischen Gruppen ermitteln in Play-Offs den Bayer. Meister und die beiden Landesligaaufsteiger.

 

„ Was – Penaltyschiessen wollt ihr auch noch“ – Schiedsrichter Jürgen Sperl, sonst Hauptschiedsrichter in der Bayernliga, am Samstag mit ESV-Kapitän Jonas Weindl (li.) und ERC Spielführer Michael Hofmeister  

Vom zur alten Treffersicherheit wiederfindenden Florian Panthaler wurden die Waidler im Schlussabschnitt  an die Wand gespielt.                Fotos: Dominik Findelsberger

Ein kleines Häuflein – aber konditionsstark!

Niederlage und Sieg für den ESV in den Testspielen gegen Regen

 Gebensbach  -  Jede Mannschaft gewann ihr Heimspiel, der ESV am Samstag mit 5:2 (1:2, 1:0, 3:0) und der ERC Regen am Sonntag mit 7:5 (2:0, 1:1, 4:4), also könnten beide Parteien in etwa zufrieden sein.

Nur konnte eben Regen jedes Mal 19 Feldspieler plus zwei Torhüter aufbieten, während es beim ESV jeweils „11 plus 2“ hieß. In beiden Spielen lief erstmals der junge Dominik Steierer aus der Dorfener U23 und als 13. Feldspieler am Samstag auch Trainer Sergej Demcenko auf. Die Testspielphase mit 4 Partien ist nun abgeschlossen und dann befinden sich Spieler im Kader, die haben noch gar kein Spiel oder nur eins oder zwei absolviert. Das nächste Spiel ist erst am Freitag, 21. Oktober – und zwar der Bezirksligaauftakt auf dem heißen Berchtesgadener Parkett!

Und dennoch – am Samstagabend zeigte die Minitruppe nach holprigem Beginn und einem 0:2-Rückstand nach 5 Minuten herzerfrischendes Offensiveishockey mit blitzsauberen Treffern. Angetrieben von den läuferisch herausragenden Vitalii Mikhailichenko und Jonas Weindl, Kapitän für Manuel Bertl, sowie dem zur alten Treffsicherheit wiederfindenden Florian Panthaler wurden die Waidler im Schlussabschnitt an die Wand gespielt.

  Tore/Assists: Florian Panthaler (1/2), Demcenko (1/1), Mikhailichenko (1/1), Benno Bach (1/-), Thomas Schalk (1/-), Laurin Hobmaier (-/1); Strafminuten: ESV 10 / ERC 8

  Auch im Bayerwald unterstrich der ESV seine gute konditionelle Verfassung. Aus einem 2:6-Rückstand wurde bis zur 59. Min. ein 5:6 gemacht, ehe in der Schlussminute der K.O-Treffer folgte.

  Tore/Assists: Fl. Panthaler (2/1), Thomas Schalk (1/1), Bach (1/1), Thomas Laschütza (1/-), Mikhailichenko (-/1), Hobmaier (-/1); Strafminuten: ERC 18 / ESV 10

  Beide Male wurde nach Spielschluss in Absprache mit den Schiedsrichtern ein Penaltyschiessen ausgetragen. In Dorfen gewann Regen und am Sonntag drehte der ESV den Spieß um.  

 

ESV testet zweimal gegen den ERC Regen

 Gebensbach  -  Im Doppelpack bestreiten die Puckjäger des ESV an diesem Wochenende ihre letzten Testspiele und beide Male  heißt der Gegner ERC Regen. Am Samstagabend um 19.30 Uhr kommt es auf heimischem Eis im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion zum ersten Aufeinandertreffen und am Sonntag trifft man sich um 18 Uhr im Bayerwald gleich wieder. Nach Regen fährt ein Bus; Abfahrt am Eisstadion um 14 Uhr.

2013/14 spielten die Red Dragons noch Bayernliga, in die sehr mehr durch Zufall als Nachrücker aufgestiegen waren. Nach dem prompten Abstieg folgte eine Saison in der Landesliga und inzwischen gehen sie in ihre zweite Saison in der Bezirksliga Gr. 1. Immerhin 33 Mann zählt ihr Kader – fast doppelt so viele wie der des ESV – und der Großteil kommt aus der Schule des großen Nachbarn in Degendorf.

17 Feldspieler und zwei Torhüter zählt der Kader von ESV-Coach Sergej Demcenko. An diesem Wochenende wird Sputnik Vitalii Mikhailichenko noch mit Gastspielerlaubnis auflaufen. Dann wird sich zeigen, ob alle bürokratischen Hürden bis hin zur endgültigen Spielerlaubnis zu meistern sind.

Nach einem freien Wochenende wird es am Freitag, 21. Oktober ernst mit dem Bezirksliga-Auftakt in Berchtesgaden.

 

Sergej Demcenko – auch als 43-jähriger kann er in der Bezirksliga noch mithalten   Foto: Dominik Findelsberger

„Geht doch“ – klarer ESV-Sieg im zweiten Testspiel

Mit Trainer Serge Demcenko auf dem Eis im Schlussdrittel gewaltig aufgedreht

 Gebensbach  -  Für eine überraschende Personalie scheint der ESV  in dieser Saison immer gut zu sein. Beim 9:5 (1:2, 0:0, 8:3) – Sieg im Testspiel am Samstag gegen den EC Pfaffenhofen 1b lief als immerhin 16. Feldspieler Trainer Sergej Demcenko mit auf.

Zwei Treffer, einer davon blitzsauber ins Kreuzeck, sowie zwei Vorlagen sind der eindeutige Beweis, dass er es immer noch drauf hat. „Geht doch“ meinte der 43-jährige anschließend kurz und treffend. Demcenko, inzwischen in der 5.Saison beim ESV, erklärte seinen Einsatz als „Härtetest“. Angesichts seines mit 17 Mann knapp bestückten Feldspielerkaders wollte er für etwaige „Härtefälle“ schon mal gerüstet sein.

Nach der vor einer Woche an der Ilm kassierten 6:8-Niederlage drehten die ESV-Puckjäger vor allem im furiosen Schlussdrittel gewaltig auf. Als sie gleich nach Wiederbeginn innerhalb von 41 Sekunden den Rückstand in eine 3:2-Führung drehten, kam ihnen noch der Torhüterwechsel der Gäste zur Pause entgegen. Mit einem noch blitzartigeren Doppelschlag innerhalb von nur 12 Sekunden drehte Pfaffenhofen in der 43. Minute den Spielstand nochmal. Nach kurzem Schütteln steigerte sich der ESV in einen Spielrausch mit einem halben Dutzend Treffer, einer schöner als der andere.

Tore/Assists: Benno Bach (3/-), Demcenko (2/2), Laurin Hobmaier (1/-), Michael Reiter (1/-), Jonas Weindl (1/-), Vitalii Mikhailichenko (1/-), Manuel Bertl (-/5), Florian Remm (-/2), Florian Panthaler (-/2), Rudi Mayer(-/1), Manuel Hammerlindl (-/1);  Strafminuten: ESV 10 + 10 / ECP 22 + 10 + 10

Seit Donnerstagfrüh sind Daniel und Cornelia Panthaler frisch gebackene Eltern. Zur Geburt von Sohn Luis gratuliert auch der ESV ganz herzlich! Da konnte es der ESV-Angreifer sicher verschmerzen, trotz guter Tormöglichkeiten leer ausgegangen zu sein.

 

51 Jahre und positiv verrückt und „kalt erwischt“ – Christian Frank musste am nächsten Tag zugeben, dass „ihm jeder Muskel weh tat“     Foto Dominik Findelsberger

 

Sechs Treffer reichten nicht zum Sieg

erster ESV-Test: 51-jähriger Oldie im Tor und 22-jähriger Russe als Gastspieler

 Gebensbach  -  Mit einem halben Dutzend erzielter Treffer startete der ESV in die Saison, verlor aber sein erstes Testspiel beim EC Pfaffenhofen 1b mit 6:8 (2:1, 2:3, 2:4). Im 12 Feldspieler und einen Torhüter zählenden Aufgebot tauchten dafür einige überraschende, ja fast schon sensationelle Personalien auf.

Nachdem beide Stammtorhüter verhindert waren, musste der 51-jährige Christian Frank mal wieder die Ausrüstung aus dem Keller holen. Gefühlt über ein Jahrzehnt ist er Nothelfer, war aber letzte Saison nur ein paar Trainingseinheiten auf dem Eis. Etwas früher als einen Tag vorher hätten ihn die Verantwortlichen schon anrufen können, um ihm wenigstens ein Training zu ermöglichen. Schiedsrichter Jürgen Sperl war von seinem Einsatz besonders angetan: „endlich war er nach vielen Jahren mal nicht der älteste auf dem Eis“.

Die Pfaffenhofener staunten, denn „so eine antiquarische vierstellige Passnummer kannten sie gar nicht“. Das war es noch nicht mit den Überraschungspersonalien. Der russische Trainingsgast Vitalii Mikhailichenko lief mit Gastspielgenehmigung auf, Manuel Bartzik war überraschend zurückgekehrt und auf den letzten Drücker kam Neuzugang Florian Remm aus Erding aufs Eis.

4:1 führte der ESV fünf Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts, ehe es innerhalb von 129 Sekunden dreimal einschlug. Ein Zwei-Tore-Rückstand wurde im Schlussdrittel aufgeholt, ehe zwei Gegentreffer in den letzten 3 Minuten die Niederlage besiegelten.

Thomas Schalk, Neuzugang von Waldkraiburg 1b, führte sich mit 2 Toren und einer Vorlage sehr gut ein. Die weiteren Treffer und Assists gingen auf die Konten von Benno Bach (2/1),  Mikhailichenko (1/1), Franz Neumayr (1/-), Jonas Weindl (-/3), Bartzik (-/1), Rudi Mayer (-/1); Strafminuten: ECP 26 / ESV 12 + 5 + 20 (Spieldauer Patrick Priller).

Am Samstag um 19.30 Uhr empfängt der ESV die Ilmstädter im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion zum Rückspiel. Da steht Trainer Sergej Demcenko voraussichtlich der 20iger-Kader fast vollzählig zur Verfügung – vielleicht erneut Sputnik Mikhailichenko.

 

14 Mann vom derzeitigen 18er-Kader und einen russischen Neuzugang in der Warteschleife konnte der ESV präsentieren:

stehend von links: Sportausschusssprecher Anton Galler, Trainer Sergej Demcenko, Michael Reiter, Vitalii Mikhailichenko, Thomas Schalk (Neuzugang Waldkraiburg 1b), Jonas Weindl, Martin Lainer, Florian Panthaler, Rudi Mayer, Benno Bach, Daniel Panthaler, Thomas Laschütza, Mannschaftsführerin Laura Schuster; sitzend von links: Klaus Mayer, Franz Neumayr, Manuel Bertl, Laurin Hobmaier, Manuel Hammerlindl;

verhindert waren Martin Sieber (Rückkehrer nach beruflich bedingter Pause), Patrick Priller, Georg Pelkermüller und Jannis Hackel                Foto: Dominik Findelsberger

 

Eishockeysaison 2016/17 ist eröffnet

Nach Weinfest mit Mannschaftsvorstellung folgt erstes Testspiel

 Gebensbach  -  Vor vollem Haus eröffnete der ESV Gebensbach am Freitagabend mit dem Weinfest im Hofcafe am Giglberg die Eishockeysaison 2016/17. Vorgestellt wurde die Mannschaft, die bereits seit Anfang September auf Dorfener Eis ihre Trainingseinheiten absolviert.

Sportausschusssprecher Anton Galler stellte dabei auch einen 22-jährigen Russen, derzeit erstmal nur Trainingsgast, unter Mithilfe des als Dolmetscher fungierenden Trainers Sergej Demcenko vor. Vitalii Mikhailichenko  kommt aus der 32.000 Einwohner zählenden Stadt Tynda nähe Yakutsk, der Hauptstadt der Teilrepublik Sacha im russischen Föderationskreis Fernost. In Tynda ist auch der in Kasachstan geborene Demcenko aufgewachsen und so kam der Kontakt über einen befreundeten Nachwuchstrainer zustande.

Aus dem Heimaturlaub kommend kam der ESV-Trainer dann Anfang September mit dem jungen Burschen zurück. Der spielte die letzten Jahre in Nachwuchsteams rund um Moskau und möchte nun nach absolviertem Armeedienst im deutschen Eishockey sein Glück versuchen.

Am Samstag bestreitet der ESV beim EC Pfaffenhofen 1b um 19.15 Uhr sein erstes Testspiel. Dort wird man den Puckjäger aus dem fernöstlichen Russland sicher noch nicht im ESV-Trikot sehen. Es muss sich überhaupt erstmal zeigen, ob  und bis wann die ganzen bürokratischen Hürden zu meistern sind.

 

Nicht mehr Verteidiger und Co-Trainer, sondern seit April Abteilungsleiter der Seniorenmannschaft: Alex Aigner mit Werbepartner Fabian Ammer und Kapitän Manuel Bertl (von links).

ESV-Puckjäger eröffnen die „Eiszeit“

Saisonauftakt mit Weinfest und Spielervorstellung am Freitag

 Gebensbach  - Die Eiszeit ist angebrochen im Eishockeydorf. Seit dem 6. September absolvieren die Puckjäger des ESV dreimal wöchentlich auf Dorfener Eis ihre Trainingseinheiten.

Vier Testspiele sind vereinbart, das erste findet am Sa., 24. September beim EC Pfaffenhofen 1b (Bezirksliga Gr. 1) statt. Ernst wird es in der Bezirksliga Gr. 2 für die Schützlinge von Trainer Sergej Demcenko, der in seine 5. Saison beim ESV geht, am Fr., 21. Oktober mit der Partie beim EV Berchtesgaden. Die Bezirksliga Gr. 2 ist nach dem kurzfristigen Rückzug der SG 1.EFC/EHC München auf acht Teams geschrumpft, aber das Teilnehmerfeld hat es in sich.

Neu dabei sind der aus finanziellen Gründen aus der Oberliga um drei Klassen tiefer gegangene EHC Klostersee, Landesligaabsteiger DEC Inzell, EV Aich, EK Münchner,  ESV Dachau, EHC Waldkraiburg 1b sowie der ESV und sein Auftaktgegner aus Berchtesgaden. Um den Terminplan richtig voll zu kriegen, wird eine Eineinhalbfachrunde gespielt. Mit 14 Partien der Hauptrunde und 6 Spielen in zwei regionalen Vierergruppen kommt jedes Team auf 20 Punktspiele. Ab Anfang  Februar ermitteln die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der vier Bezirksligen in den Playoffs den Bayerischen Meister und die beiden Aufstiegsplätze in die Landesliga.

Der ESV-Kader ist mit derzeit 20 Mann schmäler geworden. Zahlreiche etablierte Stammkräfte haben ihre Karriere beendet, während die Zahl der Neuzugänge noch sehr überschaubar ist.

Diesen Freitag eröffnet der ESV die Saison 2016/17 mit dem Weinfest um 20 Uhr im Hofcafe am Giglberg. Dabei wird auch die Mannschaft vorgestellt und der ESV lädt dazu sein Fans, Freunde und Gönner herzlich ein.

 

Erster Neuzugang zur Saison 2016/17: Alex Aigner (Sportl. Leiter) stellt Schalk Thomas (EHC Waldkraiburg 1b) vor.