Saison 2020/21 Spielvorschau / allgemeine Infos

Text von Helmut Findelsberger,  Fotos von Dominik Findelsberger

Unnachahmlich in Motivation und Menschenführung:  Heinz Zerres, der ehemalige Landshuter und Mannheimer Bundesligaspieler sowie Trainer in fast allen Deutschen Ligen.

ESV-Nachwuchsleiter Christian Fischer auf der Eisfläche des verwaisten Dr. Rudolf-Stadions in Dorfen – in einigen Eisstadien Bayerns wurde gar nicht erst Eis gemacht oder es wird bereits abgetaut.

Fotos: Dominik Findelsberger

ESV-Coach Heinz Zerres: „Mein Trainingsplan gilt immer“

Zwangspause für die ESV-Puckjäger bis Januar – mögliche Gegner werden weniger

Gebensbach   Zwei Bezirksligapunktspiele hätten am Wochenende stattfinden sollen. Die Partien gegen Regen und in Straubing wären die Nummern Neun und Zehn im Terminplan des ESV Gebensbach gewesen. Ein einziges Pflichtspiel fand statt und seit Wochen ist  der Eishockeyspielbetrieb nun Corona bedingt sprichwörtlich auf Eis gelegt.

Diesen Montag hat der Bayerische Eissportverband die Unterbrechung des Spielbetriebs bis 10. Januar verlängert. Der BEV hat aber auch bestätigt, dass die Aussetzung des Modus mit Auf- und Abstieg nur für Bayern- und Landesliga gilt. „Für die vier Senioren-Bezirksligen bleibt nur der Meisterschaftsspielbetrieb unterbrochen und durch eine Reduzierung der 1,5-fach Runde besteht Stand heute weiterhin die Möglichkeit, den Bayerischen Meister sowie die beiden Landesliga-Aufsteiger zu ermitteln“ so der BEV-Eishockeyobmann Frank Butz.

Die „Reduzierung“ kommt von selbst, denn die Teams, die mit Gebensbach in der Bezirksliga noch spielen könnten, werden weniger.  Für den EHC Mitterteich war die Saison schon beendet, bevor sie angefangen hat, denn die Stadt hatte Anfang  Oktober beschlossen, angesichts der Corona bedingten Auflagen und Probleme die Eissaison gar nicht zu starten. Der ERC Regen hat jetzt auch definitiv kein Eis, da die Eishalle in ein Impfzentrum umfunktioniert wird.

ESV-Abteilungsleiter Alex Aigner „kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie irgendwann ab Januar alles mit drei Seniorenteams und dem ganzen Nachwuchs in einem Eisstadion termingetreu über die Bühne gehen könnte“. Vor allem aus ESV-Sicht findet er die ganze Situation besonders schade, „denn für ihn ist der derzeitige Kader einer der besten seit Jahren mit einem erfahrenen Trainer, der die Jungs begeistern kann und dessen Philosophie super angenommen wurde“.

Trainer Heinz Zerres, der mit 73 Jahren schon allerhand erlebt hat, aber nur nicht so was, befürchtet, dass nach Weihnachten die Infektionszahlen eher wieder steigen, als fallen werden. „Schade, die Burschen waren gut drauf, aber mit den Gegebenheiten müssen wir uns abfinden und dann eben für die neue Saison planen, denn eine Basis ist gelegt“. Zerres zum Thema Fithalten in dieser Pause: „Sie haben von mir im Sommer einen Trainingsplan bekommen und der gilt immer“. Diesen hat er mal in Augsburg mit einem Zehnkampfmeister entworfen „und der hat sich überall bewährt und dazu kommen immer noch Nachfragen“.

Seine Jungs haben es aber auch so drauf! Der ESV ist immer schon erfinderisch, wenn es um das Generieren von Einnahmen geht. Nachdem auch die Christbaumversteigerung ausfällt, wurde in Anlehnung an die zwei großen Erfolge mit „Steckerlfisch to go“ nun für Anfang Januar eine „Bauernbrotzeit to go“ aufgerufen. Die Mannschaft hat aus „to go“ ein „hoam brochd“ gemacht und fünf Zweierteams liefern frei Haustüre.

 

ESV Gebensbach spielt nicht!

Gebensbach - Die für Sonntag terminierte Bezirksliga-Partie des ESV Gebensbach in Regen ist abgesagt. Das dortige Landratsamt hat die Eishalle gesperrt.

 

Ur-Gebensbacher Jonas Weindl netzte gekonnt zum 0-1 gegen die Dorfner 1b ein.                                                                                Foto: Dominik Findelsberger

Endlich klare Verhältnisse im Derby

6:1 gegen Dorfen 1b - der ESV münzt seine Überlegenheit diesmal in Tore um

Dorfen / Gebensbach –  Es war das siebte Lokalduell in der vierten Saison der noch jungen Dorfener Bezirksligageschichte, für Gebensbach ist es bereits die zehnte Spielzeit und die neunte am Stück seit dem Abstieg aus der Landesliga. Nach jahrelang zähem Ringen konnte sich der ESV Gebensbach am Samstagabend mit 6:1 (2:0, 0:0, 4:1) - erstmals deutlich gegen den ESC Dorfen 1b vor immerhin 100 Zuschauern durchsetzen.

In den ersten 20 Minuten waren die Eispiraten fast ausschließlich damit beschäftigt, ihr Heiligtum zu verteidigen. In diesem verrichtete der 20-jährige Tim Uhrig, vor dieser Saison vom Rosenheimer DNL-Team zum Dorfener Bayernligakader gekommen, einen Klassejob. Die erste ESC-Strafzeit münzte Jonas Weindl gleich zum ESV-Führungstreffer um. Angriff auf Angriff hatte Uhrig in der Folge abzuwehren. Bei zweifacher Unterzahl war auch er machtlos gegen Thomas Schalks Treffer zum 2:0.  

Die Strafzeiten spielten dem ESV auch in die Karten. 14 Minuten gegen den ESC und deren gar keine gegen den ESV waren da schon ein gewaltiges Pfund. Genau einmal kam Dorfen vor der ersten Pause vor das ESV-Tor. Da musste Manuel Hammerlindl schon alles aufbieten gegen Stefan Hummel. Der zweite Spielabschnitt begann gleich mit zwei Strafminuten gegen den ESV – man war schlicht und einfach zu spät aufs Eis zurückgekommen. Sowohl aus dieser, als auch den folgenden ESV-Strafzeiten konnten die Eispiraten sich keine großen Vorteile erarbeiten. Das Geschehen war aber nicht mehr so einseitig und Hammerlindl im ESV-Tor durfte sich das ein oder andere Mal auszeichnen.

Die hochkarätigeren Tormöglichkeiten hatte weiter der ESV. Was Bertl, Dichtl, Pamula und Co. versiebten, war fahrlässig. Hatte aber keine Folgen und der zweite Pausentee schien mit dem nötigen Zielwasser versetzt gewesen zu sein. In einem Sturmlauf bauten Timm Kerscher, Florian Panthaler und Schalk die Führung auf 5:0 aus. Vor allem beim letzten Treffer schien für Dorfen alles zu schnell gegangen zu sein. Das musste Lukas Miculka, Dorfens Topbayernligastürmer als Vertreter von Trainer Tobi Brenninger mitansehen. Sein Gegenüber Heinz Zerres zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Die Spielzüge klappen teilweise schon ganz gut, wenn man bedenkt, dass selbst die Russen drei Jahre dafür brauchen“. Kurz nach seinem zweiten Treffer handelte sich Schalk einen tiefen Cut und für die Revanche 4 plus 10 Strafminuten ein. Dorfen rappelte sich nochmal auf. Fabian Cieslik gelang der Ehrentreffer, ehe ESV-Kapitän Manuel Bertl das halbe Dutzend vollmachte.

  Tore: 0:1 (4.) Weindl (Sonnengruber, Samanski / 5-4), 0:2 (10.) Schalk (Huber, Panthaler / 5-3), 0:3 (44.) Kerscher (Pamula, Huber), 0:4 (49.) Panthaler (Beham, Bertl), 0:5 (51.) Schalk (Panthaler, Bertl), 1:5 (57.) Cieslik (Schwimmer, Zimmermann), 1:6 (58.) Bertl (Panthaler, Huber); Schiedsrichter: Albert Aschenbrenner, Christoph Ober; Strafminuten: ESC1b 20 / ESV 10 + 10

 

Zum Auftakt gleich das Lokalderby

ESC Dorfen 1b und der ESV Gebensbach eröffnen die Bezirksligasaison

Gebensbach/Dorfen –   Der Startschuss in die Eishockey-Bezirksliga fällt für den ESV Gebensbach am heutigen Samstagabend. Und dies gleich mit dem Lokalderby, bei dem die 1b-Mannschaft des ESC Dorfen um 20 Uhr im vereinseigenen Dr. Rudolf-Stadion Gastgeber ist.

Neuland ist für beide Teams die Gruppe 1 die früher Gruppe Nord hieß. Neben Gebensbach und Dorfen wurden auch noch der EHC Waldkraiburg 1b und der EV Aich in diese stets chronisch unterbesetzte Gruppe umgesiedelt. Das Achterfeld komplettieren der EHC Stiftland Mitterteich, der EHC Regensburg, der EHC Regen und der EHC Straubing. Immerhin sind erstmals seit vielen Jahren die vier bayerischen Bezirksligagruppen zahlenmäßig gleich stark besetzt. Gespielt werden Eineinhalbfach-Runden mit 21 Spielen für jedes Team und ab 19. Februar nächsten Jahres geht’s für die jeweils Erst- und Zweitplatzierten in die Playoffs.

Diese hat sich auch Gebensbachs Neu-Trainer Heinz Zerres zum Ziel gesetzt. Alle drei Testspiele wurden gewonnen „und die Burschen haben sowohl im Sommertraining als auch ab Anfang September auf dem Eis super mitgezogen. Der 73-jährige hat nach einer Pause, bedingt durch zwei private Schicksalsschläge, „wieder so richtig Lust auf die Arbeit als Eishockeytrainer. In diesem Job hat sich der  ehemalige Landshuter und Mannheimer Bundesligaspieler bis hinauf zur Bundesliga nicht nur den Beinamen „Zorro“ sondern auch den Ruf eines „Aufstiegs- und Meistertrainers“ erworben. Er kennt auch die Bezirksliga aus der Saison 2014/15 mit Aich.

Im Gegensatz zu den vergangenen Spielzeiten hat der ESV diesmal mit 22 Feldspielern und zwei Torhütern einen zahlenmäßig sehr großen Kader zur Verfügung. Mitverantwortlich sind dafür die Neuzugänge Anton Laubhahn. Benedikt Ruder (beide Dingolfing U20), Philipp und Christoph Pfahler (Wasentegernbach Weiher Bulls, ESV/ESC-Nachwuchs), Jonas Huber (Dorfen 1b), der Ex-Dorfener Bayernligaspieler Sebastian Gerbl, der aber einige Jahre nicht mehr gespielt hat und ganz aktuell der Ex-Erdinger Lorenz Dichtl.

„Gut dass der Kader so groß ist, denn es fallen einige aus“, berichtete Trainer Zerres. Matthias Selmair ist bei seiner Lebensgefährtin Melanie in Bozen. Die beiden sind Eltern eines Buben namens Raphael geworden. Die beiden Dingolfinger fallen ebenso aus wie der verletzte Nicholas Emmendorfer.

Die junge Dorfener Mannschaft ist nun die vierte Saison in der Bezirksliga dabei. Favorit war immer der ESV, musste aber auch schon Niederlagen einstecken. In drei von sechs Duellen ging es ins Penaltyschiessen. Ein Derby eben!

 

Drittes Spiel, dritter Sieg

Gegen Regen ging es für Gebensbach ins Penaltyschiessen

Gebensbach -  Es war der dritte Sieg im dritten Testspiel, wenn auch sehr, sehr knapp. Mit 5:4 (1:1, 0:1, 3:3, 1:0 Pen.) besiegte der ESV Gebensbach am Freitagabend den Ligakonkurrenten ERC Regen, aber erst nach einem Penaltyschiessen.

Es war auch das erste Mal in dieser Testserie, dass der Gegner zahlenmäßig mehr aufzubieten hatte, nämlich 18 Feldspieler plus zwei Torhüter. Ein halbes Dutzend aus dem Feldspieleraufgebot fehlte beim ESV und dazu auch Torhüter Martin Lainer. Macht der nur jedes zweite Spiel? Die Frage kommt auf, nachdem Manuel Hammerlindl wie schon beim Saisonauftakt gegen Ottobrunn einziger Goalie war. „Jeder hatte wohl was anderes“ meinte Stadionsprecher Martin Fruhmann angesichts der langen Fehlliste. Trainer Heinz Zerres hätte vielleicht mehr gewusst, aber der war selbst verhindert.

Hammerlindl gewann das Fernduell beim Penaltyentscheid mit seinem Gegenüber Tim Liedtke, der bei den Gästen zur Hälfte des Spieles Markus Feiner abgelöst hatte. Dass es überhaupt noch dazu kommen würde, damit hatte wohl niemand im Stadion noch gerechnet. Vier Sekunden vor Schluss gelang Daniel Pamula mit sechs Feldspielern gegen die auf vier durch eine Strafzeit dezimierten Gäste der Ausgleich zum 4:4.

  Statistik: 0:1 (9.), Franz, 1:1 (14.) Matthias Selmair (Pamula), 1:2 (33.) Nemec, 2:2 (46.) Nicholas Emmendorfer (Pa-mula, Hobmaier), 2:3 (50.) Koma, 2:4 (52.) Huber, 3:4 (57.) Florian Sonnengruber (Huber, Weindl), 4:4 (60.) Pamula (Emmendorfer / 6-4, 5:4 (Pen.) Huber; Strafminuten: ESV 14 / ERC 12;

 

Erneut 3 Treffer von Gebensbachs Slowakischem Schlitzohr, Kraftpaket und Torjäger Daniel Pamula.   Foto: Dominik Findelsberger

Und wieder drei Pamula-Treffer

Mühsamer Sieg des ESV Gebensbach über die Münchner Luchse

Gebensbach -  Gewonnen hat der ESV Gebensbach auch sein zweites Testspiel mit 7:5 (2:3, 2:2, 3:0) gegen den Münchner EK. Sehr ansehnlich war das vogelwilde, aber faire Treiben zwei Drittel lang nicht, ehe sich die Hausherren im Schlussabschnitt besannen.

Verwunderlich war es nicht, dass der ESV den längeren Atem hatte.  Die Luchse des MEK hatten bisher kaum Eiszeiten und deren Trainer Tobias Knallinger bekannte vor der Partie, „dass er manche Spieler noch gar nicht kenne“. Immerhin 19 Mann konnte er aufbieten, bei Gebensbach waren es sogar rekordverdächtige 21. Die brauchten lange, um zu einem geordneten Kombinationsspiel zu finden.

Die Gästeführung durch Sascha Günzel aus der 5. Minute drehten Nicholas Emmendorfer (6. / Matthias Selmair, Pamula) und Patrik Samanski (8. / Benedikt Ruder, Jonas Weindl) in eine 2:1-Führung. Von da ab lief der ESV immer wieder einem Rückstand hinterher. Mario Schmidt (17.) und Florian Bochnak (19. / 5-4) legten bis zur Pause vor.

Wie im ersten Test gegen Ottobrunn gelangen Daniel Pamula wieder drei Treffer. Im zweiten Drittel traf er zum 3:3 (30. / Manuel Bertl, Florian Panthaler) und 4:4 (39. / Michael Reiter, Rudi Mayer). Zweimal hatte aber Moritz Lauer in der 35. und 40. Min. eine Münchner Antwort parat. Nach der erneuten Pause sah man den ESV aus dem 7:2-Sieg gegen Ottobrunn. Nach elf Sekunden verwertete Emmendorfer einen tollen Reiter-Steilpass zum 5:5. Zum 5:4 traf Philipp Pfahler (50. / Florian Sonnengruber) in seinem Premierenspiel im ESV-Trikot. Den Deckel endgültig drauf machte Pamula mit einem Schlenzer aus dem eigenen Drittel ins verwaiste Gäste-Tor 32 Sekunden vor Schluss.

   Strafminuten: ESV 6 / MEK 4

Zum letzten Testspiel empfängt der ESV am Freitag um 20 Uhr im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion den Ligakonkurrenten ERC Regen.

 

ESV–Puckjäger testen gegen den Münchner EK

Gebensbach -  Zum zweiten Testspiel dieser noch recht jungen Eishockeysaison empfängt der ESV Gebensbach am Sonntag im Dr. Rudolf-Stadion in Dorfen um 17.30 Uhr den Münchner EK.

„Es macht derzeit wirklich Spaß mit konstant 20, 21 Feldspielern und zwei Torhütern zu trainieren“ bestätigten unabhängig voneinander der neue Trainer Heinz Zerres und Klaus Killy. Der ist als Co-Trainer und stellvertretender Abteilungsleiter auch neu im Amt, schließlich war er bis letzte Saison noch aktiv.

„Das Sahnehäubchen in den Trainingseinheiten ist natürlich Joshua Samanski“ erzählte Zerres. Der 18-jährige Erdinger war bis 2018 bei den Jungadlern Mannheim und ging zur letzten Saison nach Kanada zu den Brantford Jr. B 99ers in die Ontario Junior Hockey League. Diese Saison steht er bei Owen Sound Attack in der Ontario Hockey League unter Vertrag und hält sich derzeit noch in der Heimat fit. Und da bot sich Gebensbach mit seinem Bruder Patrik natürlich an.

Die Münchner Luchse als der zweite Testgegner dieser Saison gehörten bis 2018 zum ständigen Repertoire der Gegner in der Bezirksliga Gr. 2. Der MEK spielt seit letzter Saison in der Gruppe 3 und der ESV wurde diese Saison in die Gr. 1 umgesiedelt. Da geht es nun bereits am Sa. 17.10., 20 Uhr mit dem Derby gegen die gastgebende 1b des ESC Dorfen los. Der Bezirksligapokal wurde dafür gestrichen.

 

ESV mit Testspielsieg gegen Ottobrunn

Gebensbach mit noch nicht ganz komplettem Kader

Gebensbach -  Mit einem 7:2 (1:0, 3:0, 3:2) – Sieg gegen den ERSC Ottobrunn sind die Puckjäger des ESV Gebensbach am Samstagabend in die Testwochen gestartet.

Ein Quartett an Feldspielern fehlte, bei einigen der Neuen sind die Spielerpässe noch nicht da, auch Torhüter Martin Lainer war nicht dabei, aber was die 17 Mann starke Truppe zeigte, war schon ganz ansehnlich. Die Münchner Vorstädter, die in der Bezirksliga Gr. 3 angesiedelt sind, waren auch nicht komplett. So fehlten auch die beiden prominenten Neuzugänge Daniel Rossi und Tobias Feilmeier.

Vor Spiellaune geradezu sprühte beim ESV Daniel Pamula, der 3 Treffer erzielte  und eine Vorlage verbuchen konnte. Für die übrigen Tore und Assists waren Jonas Weindl 1/1, Jonas Huber 1/-, Florian Panthaler 1/-, Patrick Beham 1/-, Patrik Samanski -/3, Matthias Selmair -/2, Nicholas Emmendorfer -/2, Rudi Mayer -/2, Franz Neumayr -/1, Laurin Hobmaier -/1 und Thomas Schalk -/1 verantwortlich. Erst im Schlussabschnitt gelang Ottobrunn durch Christopher Vogel zum 1:4 und Maurice Schiemenz zum 2:5 ein wenig Ergebniskosmetik.

  Strafminuten: ESV 8 / ERSC 12

 

Erster Probelauf gegen Ottobrunn

ESV-Puckjäger heuer mit zahlenmäßig großem Kader

Gebensbach –   Das erste Testspiel der Saison 2020/21 bestreiten die Puckjäger des ESV Gebensbach am heutigen Samstagabend. Um 20 Uhr ist im Dr. Rudolf-Stadion der ERSC Ottobrunn zu Gast.

Die Münchner Vorstädter sind keine Unbekannten. Bis 2018 waren sie noch Konkurrenten in der Bezirksliga Gr. 2, ehe sie vor der letzten Saison in Gruppe 3 umgesiedelt wurden. Mit dem Team von Neu-Trainer Petr Vorisek, der 2018/19 noch beim ESC Dorfen an der erfolgreichen Mission Bayernligaklassenerhalt beteiligt war und letzte Saison Germering in die Landesliga zurückführte, hat sich der ESV gleich einen sehr starken Gegner ins Haus geholt. Dessen prominentesten Neuzugänge sind die 30-jährigen ober- und bayernligaerfahren Daniel Rossi (zuletzt inaktiv, vorher Erding Gladiators) und Tobias Feilmeier (Passau, Erding).

23 Mann stehen Gebensbachs neuem Trainer Heinz Zerres nun zur Verfügung. Mit den beiden US-Boys wird auf Grund der durch Corona erschwerten Reisebedingungen nicht mehr gerechnet. Fünf Neuzugänge kamen dafür in den letzten Wochen zum ESV. Aus Dingolfing sind dies die beiden der U20 entwachsenen Benedikt Ruder und Anton Laubhan, Philipp und Christoph Pfahler, die dem Gebensbach/Dorfener Nachwuchs entstammen und zuletzt bei den Weiher Bulls Wasentegernbach spielten, sowie der 38 jährige Sebastian Gerbl, der beim Bayernligisten Dorfen 2009 seine Karriere schon mal beendet hatte.

 

Kurz vorm Start in die Eiszeit wartet der ESV noch auf die US-Boys

ESV-Puckjäger wieder auf dem Eis – zumindest Test- und Pokalspiel ohne Publikum

Gebensbach -  Passend zum Wetterumschwung startet im Dorfener Dr. Rudolf Stadion die Eiszeit. Zum ersten Mal auf das glatte Parkett gehen die Puckjäger des ESV Gebensbach kommenden Freitagabend.

Für Mittwoch stand die letzte Einheit des Sommertrainings in Gebensbach auf dem Programm und Neu-Trainer Heinz Zerres zeigte sich mit der bisherigen Beteiligung sehr zufrieden. Was dafür nicht auf die Ankunft der beiden Kontingentspieler aus den USA zutrifft. Vier Tage verbrachte Tyler Jansen am vorletzten Augustwochenende am Flughafen, durfte aber seinen gebuchten Flug nicht antreten. Die US-Behörden verweigerten diesen auf Grund der momentanen Corona-Situation. Ein Schreiben der Deutschen Botschaft hätte einen Abflug ermöglichen können, aber von der Seite sah man „keinen triftigen Grund, warum Jansen derzeit nach Deutschland einreisen sollte“.

So wie dem 25-jährigen Torhüter, der bereits als Torwarttrainer im Gebensbacher und Dorfener Nachwuchs eingeplant war, wird es demnächst auch dem 23-jährigen Aaron Bessey ergehen. Der Defensivmann wollte seinem Mannschaftskameraden aus früheren Nachwuchszeiten nachreisen und ebenfalls beim ESV spielen. Der Corona-Virus wird die Pläne der beiden wohl durchkreuzen. ESV-Sportleiter Alex Aigner nimmt es gelassen, „denn der Kader wäre ohne die beiden auch nicht anders zusammengestellt worden“.

Fix geplant sind drei Testspiele zwischen dem 19. September und 13. Oktober – nach den derzeitigen politischen Corona-Vorgaben jedoch ohne Publikum. Für die letzten beiden Oktober-Wochenenden hat der Verband die ersten beiden Runden im BEV-Pokal angesetzt und ab 30.Oktober sollen die Bezirksliga-Punktspiele über die Bühne gehen.

Ob sich bis dahin mit der Zulassung von Zuschauern von Seiten der Politik was tut, bleibt abwarten. Dies betrifft ja nicht nur den Eishockeysport und die verschiedenen Verbände sind dies bezüglich nicht untätig. Ungeachtet dessen wird der ESV, wie andere Clubs auch, eine Kooperation mit einem Streamingdienst eingehen, über den man dann gegen eine Gebühr von fünf Euro das Spiel des ESV live verfolgen kann. Einer zeigte sich davon schon mal ganz begeistert, nämlich Trainer Heinz Zerres, der dies im Nachgang nutzen wird.

Eine Neuauflage von „Steckerlfisch to go“ wird es am Sonntag, 13. September geben. Von 11 Uhr bis 14.30 Uhr können wieder gegrillte Makrelen und Forellen sowie große Brezen am Vereinsheim abgeholt werden. Dies geht natürlich nur gegen Vorbestellung. Diese sind ab sofort möglich bis 10. September unter 08742/612 oder 0175/3600309 auch per WhatsApp.

 

Der neue ESV Coach Heinz Zerres mit Neuzugang Jonas Huber vom ESC Dorfen und dem neuen Co-Trainer und Vize-Sportchef Klaus Killy.            Foto: Dominik Findelsberger

Neuer Trainer und neue Liga

Heinz Zerres ist der neue Trainer des ESV Gebensbach

Gebensbach -  Mit Heinz Zerres stellte Alex Aigner, der sportliche Leiter des ESV, am Sonntagvormittag vorm Vereinsheim in Gebensbach der Mannschaft den neuen Trainer vor. Und der neue Bandenchef sprach auch gleich Klartext: „Gegen Gebensbach zu spielen muss für jeden Gegner der Scheißtag der Woche sein“.

Der gebürtige Landshuter, der mit dem EVL, sowie mit Mannheim, Augsburg und Kaufbeuren 12 Jahre in der 1. Bundesliga spielte, blickt inzwischen auf über vier Jahrzehnte im Trainergeschäft zurück. Heiz „Zorro“ Zerres erarbeitete sich von München bis Hamburg dabei den Ruf als ein „Aufstiegstrainer“ bis rauf in die Bundesliga. 73 Jahre ist er, aber fit und voller Tatendrang wie ein Junger präsentierte er sich im Eishockeydorf.

Der Bayernligist Pfaffenhofen sowie in der Landesliga Freising und Bad Aibling waren seine letzten Trainerstationen. In der Kurstadt brach er während der Saison 18/19 seine Tätigkeit ab, nachdem er im familiären Umfeld mehrere Schicksalsschläge wegzustecken hatte. Zerres wohnt inzwischen in Dingolfing und hilft dort Chefcoach Billy Trew ehrenamtlich bei der  Nachwuchsarbeit, „aber seine Leidenschaft gehört der Arbeit mit Seniorenmannschaften und darauf hat er nun wieder Lust“.

Und in der kommenden Saison, die wohl auch stark vom Corona-Virus beeinflusst wird, geht es für Heinz Zerres zurück an einen Ort seiner Triumphe. Den EHC Mitterteich führte er 2013 aus der Landesliga Nord/Ost in die Bayernliga, um dann auch in der Beletage des Bayerischen Eishockeys als bester Aufsteiger die Klasse zu halten.

Die Stiftländer sind einer von vier neuen Kontrahenten des ESV Gebensbach, der zusammen mit dem EV Aich, Dorfen 1b und Waldkraiburg 1b in die Bezirksliga Gruppe 1, der früheren Nord-Gruppe, umgesiedelt wurde. Neben Mitterteich heißen die weiteren auf den ersten Blick „neuen“ Gegner ERC Regen, EHC Regensburg und EHC Straubing. So ganz neu sind sie alle nicht. Mit Straubing, Regensburg und Mitterteich kreuzte der ESV früher schon die Schläger in der Landesliga und Regen war mal sowas wie ein Dauerrivale in Landes- und Bezirksliga.

Immerhin hat es der Verband geschafft, vier zahlenmäßig gleich starke Gruppen mit je acht Teams zu bilden. Losgehen soll der Pflichtspielbetrieb mit zwei Pokal runden am 16. bis 18. sowie 23. bis 25. Oktober. Ab Freitag 30. Oktober soll dann die Punktrunde starten. Der Modus bleibt unverändert. Am 14. Februar ist der letzte Ligaspieltag und dann geht es für die jeweils Erst- und Zweitplatzierten in die Playoffs und da will auch der neue ESV-Trainer mit seinen Schützlingen hin.

Jetzt ist noch zweimal wöchentlich Trockentraining auf dem Gebensbacher Sportplatz angesagt, ehe es Anfang September in Dorfen aufs Eis geht.

 

Seinen Kader hat der ESV Gebensbach zusammen

Trainersuche läuft noch – jetzt gibt es erst mal „Steckerlfisch to go“

Gebensbach –  Planen muss man für eine neue Eishockeysaison, wie und wann sie dann beginnt und unter welchen Rahmenbedingungen muss sich in diesen Zeiten von Corona noch zeigen. Im Vordergrund stehen beim ESV Gebensbach jetzt erst mal „Steckerlfisch to go“.

Ein Verein lebt auch von seinen gesellschaftlichen Veranstaltungen und im Eishockeydorf sind dem Corona-Virus bereits das Karfreitags-Fischessen und das Sommerfest zum Opfer gefallen. Beide Male wären Steckerlfische im Angebot gewesen und die gibt es jetzt am Sonntag, 19. Juli, ab 11 Uhr in Gebensbach am Vereinsheim. Der ESV weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Abholung nur nach Vorbestellung möglich ist. Ab sofort ist diese möglich bei Johann Petermaier   unter 08742/612 ab 18 Uhr oder bei Kathrin Kronseder unter 0175/3600309 auch per WhatsApp.

Bis auf die noch offene Trainer-Planstelle kann Sportleiter Alexander Aigner mit dem Stand der Saisonplanung voll zufrieden sein. Was diese Personalie betrifft, „hat er eigentlich keinen Plan B oder C“ gibt er zu. Da gäbe es nur „einen Plan Z“ und jeder Insider weiß, wer damit gemeint ist – nämlich er selbst, und dass er das kann, hat er ja nicht zuletzt bei der Demission von Alexander Schrödinger zum Ende der letzten Saison bewiesen. Mit der Trainersuche hört er aber schon allein deshalb nicht auf, „weil er den Job unter allen Umständen nicht auch noch machen will“.  Und er ist guter Dinge, so hat er diese Woche wieder einen Termin mit einem möglichen Kandidaten.

Der Mannschaftskader ist so gut wie komplett mit 18 Feldspielern und drei Torhütern. Der neue Torhüter Tyler Jansen wird Mitte August aus den USA einfliegen, nur dessen Landsmann und Verteidiger Aaron Bessey hat, auch wegen Corona, noch Probleme einen Flug zu bekommen.   Aktuellster Neuzugang ist Verteidiger Jonas Huber vom ESC Dorfen. Der 24-jährige Erdinger hat seit 2017 im Eispiratentrikot 46 Bayern- und 11 Bezirksligaspiele absolviert. Zu seinen besten Freunden zählen ESV-Urgestein Jonas Weindl und der auch aus Erding stammende Franz Neumayr – mit denen kann er jetzt gemeinsam auf Puckjagd gehen.

Auch im Mannschaftsumfeld hat sich was getan. Mit Klaus Mayer hat ein Ur-Gebensbacher seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel gehängt und den Posten als Zweiter Abteilungsleiters als Klaus Killy übernommen, nachdem er geheiratet hat.

 

 

 

Tyler Jansen im kurzfristig eingeflogenen ESV-Trikot -  er plant derzeit für sich und seinen Kumpel Aaron Bessey für Mitte August den Flug nach München.

Einen Neuzugang hat ESV-Sportleiter Alex Aigner noch in Aussicht. Gut möglich, dass noch ein gestandener Bezirksligaspieler mit Bayern- und Landesligaerfahrung in den nächsten Tagen seine Zusage gibt.  Fotos: DFi

Zwei US-Boys kommen zum ESV Gebensbach

Sie möchten mal in Deutschland Eishockey spielen – ein Club in der Nähe Münchens sollte es sein und ausgesucht heben sie sich den ESV

Gebensbach –  Jetzt fehlen nur noch ein neuer Trainer und die Gewissheit, dass ab Herbst wieder Eishockey gespielt werden kann! Seinen Mannschaftskader hat der ESV Gebensbach für die kommende Bezirksliga-Saison jedenfalls so gut wie komplett zusammen.

Für den kurz vor Saisonende aus eigenen Stücken abgetretenen Trainer Alexander Schrödinger ist zwar noch kein Nachfolger gefunden worden, aber mit dem derzeitigen Kader kann Sportleiter Alex Aigner “ganz gut leben und durchaus in eine Saison starten“. Vom 19 Mann umfassenden Kader der abgelaufenen Saison werden womöglich ein oder zwei aufhören, aber es gab auch bereits Zuwachs.

Zwei US-Amerikaner wird man in der kommenden Saison, wenn nicht der Corona-Virus noch länger den Sportbetrieb lahm legt, im ESV-Trikot sehen. Und Alex Aigner ist dabei keinesfalls jenseits des großen Teichs auf Spielersuche gegangen, was derzeit auch gar nicht möglich wäre und hat auch keine Spielervermittler bemüht. Der Kontakt kam in diesem Fall von der anderen Seite.

Bereits Ende Januar meldete sich ein gewisser Tyler Jansen bei Aigner. Er stellte sich als Eishockeytorhüter vor „der mal in Deutschland spielen möchte“. Bei der Suche nach einem Club in der Nähe Münchens ist er dabei auf den ESV Gebensbach gestoßen, nicht zuletzt „weil mit Nicholas Emmendorfer bereits ein US-Amerikaner im ESV-Kader aufgeführt ist“. In der Eishockey-Datenbank Rodi-db wird der 25-jährige mit seiner US-Staatsbürgerschaft aufgelistet. Geboren ist dieser in Erding und gespielt hat er auch noch nie woanders als in Bayern und ist auch kein „transferkartenpflichtiger Ausländer“.

Der 25-jährige Tyler Jansen spielte in der abgelaufenen und wegen Corona auch abgebrochenen Saison mit den West Bend Bombers in der GLHL. Diese Great Lakes Hockey League ist eine Elite-Amateur-Eishockeyliga mit Teams aus Kanada und USA. Alex Aigner besprach sich daraufhin mit John Samanski. Der gebürtige Kanadier ist Vater von vier Eishockey spielenden Söhnen. Der 25-jährige Patrik spielt beim ESV, der 21-jährige Neal mit Iserlohn in der DEL, der 14-jährige Noah bei RB Salzburg und der 18-jährige Joshua in Kanada in der Ontario Hockey League. Stippvisiten in seinem Geburtsland sind somit immer wieder mal angesagt. Auch so weiß der 57-jährige, der in Deutschland bis zur früheren Ersten Bundesliga hinauf in allen Ligen en begnadeter Torjäger war und seit 2003 als Trainer tätig ist, einfach Bescheid.

„Diese GLHL ist zwischen Bayern- und Oberliga einzuordnen“ schätzt Samanski und zu dem Torhüter selbst riet er nur, „diesen angesichts der Liga und seinen Einsatzzeiten sofort zu nehmen“. Aigner wurde somit aktiv und eine Wohnung ist auch schon fix. Für ein Selvie schickte er Jansen ein Paket mit ESV-Trikot und Kappe und da wurde es kurios. Nach zwei Wochen kam es im gut 32.000 Einwohner zählenden  West Bend im US-Bundesstaat Wisconsin an drin war nur noch das Trikot. Dafür aber je ein Buch in Englisch und Chinesisch sowie Collegeblock in Chinesisch! Aigner dazu: „Hätte ich mich in der von Corona beherrschten Zeit auch noch mit dem amerikanischen Zoll rumschlagen sollen“. Um alle anderen Formalitäten hat sich der „Neue“ selbst gekümmert und plant nun für Mitte August den Flug.

Tyler Jansen mit den Gardemaßen von 193 Zentimetern und 79 Kilo ist gelernter Maler, Leiter von sehr gut ausgebuchten Torhüter-Schulen und nach eigener Aussage finanziell unabhängig. Aigner betont, dass der Neue den ESV außer der Transferkarte nichts kostet. Genauso trifft dies auf den zweiten Übersee-Import zu.

Denn ganz kurzfristig hat sich der 23-jährige Aaron Bessey noch mit angeschlossen. Das Duo ist befreundet seit einer gemeinsamen Saison 2014/15 mit den Tulsa jr. Oilers in der WSHL, einer Junioren-Amateurliga. Bessey stürmte zuletzt mit den Battle Creek Rumble Bees in der FPHL, der Federal Hockey League im Osten der USA, ehe der Anruf beim Sportlichen Leiter des ESV Gebensbach folgte. Battle Creek ist eine rund 50.000 Einwohner zählende Stadt im Bundesstaat Michigan, geboren ist Bessey in Lansing, mit rund 120.000 Einwohnern Michigans Hauptstadt.  

Das gebuchte „Ferien-Appartement“ sehen beide für groß genug an und werden somit zusammen beim ESV landen – wenn nicht Corona noch dazwischen funkt.