Saison 2022/23 Spielvorschau / allgemeine Infos

Text von Helmut Findelsberger,  Fotos von Dominik Findelsberger

Erstes Spiel, erster Sieg

ESV gewinnt ersten Test gegen Straubing 9:5

 

Gebensbach –  „Für den Auftakt war’s ein ganz ordentliches Spiel“, stellte Manuel Bertl fest. Der langjährige Kapitän hat am Sonntag den erkrankten Trainer Heinz Zerres an der Bande vertreten. 9:5 (2:1, 3:1, 4:3) hat der ESV Gebensbach den EHC Straubing besiegt.

Die Gäuboden-Städter hatten im Vorfeld bereits den heuer stark eingeschätzten EV Aich 5:2 bezwungen. Zuletzt wurden auch sie, wie der ESV, von einer Grippewelle heimgesucht. Zehn Feldspieler und zwei Torhüter konnten sie somit gerade noch aufbieten. Im Gebensbacher Lager scheint der Gesundungsprozess etwas schneller von Satten gegangen zu sein. 15 plus 2 umfasste das Aufgebot, nur Matthias Selmair und Jonas Huber fehlten privat bzw. beruflich bedingt.

Krankheitsbedingt passen musste Trainer Heinz Zerres, den es wie einen Großteil des Teams erwischt hatte. Am Donnerstag hatte er sich ins Training aufgerafft, um drei potentielle Neue begutachten zu können. Die waren dann nicht da und „Zorro“ Zerres scheint es nicht gut getan zu haben. Das Spiel hätte ihm mit Abstrichen gefallen. Sein Vertreter Manuel Bertl, seit der letzten Saison nicht mehr aktiv, sah, „dass die Reihe mit Patrik Samanski, Nicholas Emmendorfer und dem aus der Hobbyliga gekommenen Lukas Piller sehr gut harmonierte und der junge Sebastian Pfeuffer fehlerfrei gehalten hat“.

ESV-Tore/Vorlagen: Emmendorfer 4/2, Piller 2/3, Rudi Mayer 2/1, Samanski 1/6, Patrick Beham -/1; Strafminuten: ESV 8 / EHC 6

 

Steigende Eiskosten und zahlenmäßig knapper Spielerkader

Fazit der Mitgliederversammlung: Reserven hat der ESV zumindest finanziell

Gebensbach – „Liebe Mitglieder, Ihr seid der größte Sponsor unseres Vereins“. Peter Kerscher, der Vorsitzende des Eissportvereins, untermauerte dies bei der Mitgliederversammlung am Samstagabend im Gebensbacher Vereinsheim mit beeindruckenden Zahlen.

Rund 22.000 Euro Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen hatte Sonja Kerscher, seine Frau und Kassiererin des ESV, als Haupteinnahmeposten in ihrem Bericht vorher aufgeführt. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr, beim ESV 1. September bis 31. August, weist derzeit noch einen Verlust von rund 4000 Euro aus. Sonja Kerscher erklärte, dass die Vereinspauschalen von Landkreis und Gemeinde in den zurückliegenden Jahren zu diesem Zeitpunkt schon eingegangen waren und heuer dauert es halt etwas länger.

Rund 77.000 Euro an Ausgaben stehen somit aktuell „nur“ rund 73.000 Euro an Einnahmen gegenüber. „Selbst wenn das abgelaufene Jahr nicht ganz auf Null ausgeht, gibt es keinen Grund zur Panik, denn wir haben genügend Reserven“ erklärte Peter Kerscher. Beim ESV hält man es da wie Uli Hoeneß einst beim FC Bayern: „Beim Weg zur Bank geht es in die Festgeldabteilung“. 706 Mitglieder zählte der ESV zum 1. Januar. „Ganz genau kann ich es gar nicht sagen“, gab Kerscher zu, „denn das ändert sich ständig und erst gestern wurden es fünf mehr durch die Familie unseres Nachwuchstrainer Simon Aigner“.

Dass der ESV durch die vergangenen Corona-Jahre sportlich und wirtschaftlich so gut gekommen ist, “verdanken wir allen, die sich so eingebracht haben“. Peter Kerscher nannte beispielhaft dafür den Festausschuss und die erste Mannschaft, die vor allem die „To Go“ Aktionen mit großem Engagement durchgezogen hat.

Der Ehrenvorsitzende Josef Kerscher bedankte sich als Leiter von Schlittschuhkurs und Eishockeyschule bei „seinen 25 Trainern und Betreuern, die alles die ganze Saison über ehrenamtlich machen“ und nannte als Musterbeispiel dafür die Familie von Thomas und Hildegard Holzinger. Als „Wehrmutstropfen“ bezeichnete Peter Kerscher die drohende Erhöhung der Eiskosten. 18.000 statt bisher 16.000 Euro hatte der ESC Dorfen schon mal anklingen lassen, „aber es wird um einiges mehr werden“ befürchtet er.

Sportlich hat es auch gepasst. Schlittschuhkurs, und Eishockeyschule boomten wie noch nie, die U7 im Freundschaftsspielbetrieb und 38 Kinder bei U9 und U11, wobei die U9 überlegen ihre Gruppe gewann. „Dass wegen des Corona-Lockdowns 2020/21 ein neuer Jahrgang nicht ausgebildet werden konnte, wird uns noch verfolgen“ mutmaßte Nachwuchsleiter Christian Fischer.

Klaus Killy blickte als Sportlicher Leiter auf seine erste Bezirksligasaison zurück. „Wenn die Saison mal läuft, musst nicht mehr viel machen, hat Alex Aigner gesagt, von wegen!“ Vielleicht hat sein Vorgänger in diesem Amt einfach Corona ausgeklammert. „Absagen, Terminänderungen von früh bis spät, drei ausgefallene Spiele gar nicht absolviert, es war immer was los“ erzählte Killy. „Aber es wurde die erfolgreichste Spielzeit seit langem mit dem zweiten Tabellenplatz und der Playoff-Teilnahme“.

Die wichtigste Personalie für Killy bezüglich der neuen Saison: „Erfolgsgarant Heinz Zerres bleibt Trainer“. Der 75-jährige, als Spieler und Trainer in ganz Deutschland rumgekommen, lobte „den Zusammenhalt in diesem geilen Verein“. Ein Problem sprach er aber auch mit dem zahlenmäßig knappen Kader an. „Meine sechs Verteidiger brachten es in Summe auf 66 Fehltage im Training, bei den zehn Stürmern war es 84. Wenn da die Abmeldungen eintrudeln, wirst du mit dem Umplanen kaum fertig“.

Macht im Schnitt etwas mehr als neun Fehleinheiten pro Spieler, hört sich nicht nach viel an, aber bei dem kleinen Kader schon. „Es kann mal was dazwischenkommen“ sieht auch Zerres ein, „aber so wie etwa, dass die Oma ein neues Gebiss bekommen hat und man nicht kommen kann, da hört’s auf“. Zerres weiß aber, dass der Kader auch diese Saison nicht größer ist!

 

Mitgliederversammlung der erste Pflichttermin

Puckjäger in den Startlöchern – Gruppeneinteilungen und Spieltermine stehen

Gebensbach – Die Eiszeit ist beim ESV Gebensbach bereits angebrochen, nachdem es diese Woche sowohl für die Nachwuchsteams als auch für die Erste Mannschaft mit dem Training im Dorfener Dr. Rudolf-Stadion losgegangen ist.

Vor den ersten Spielen steht noch ein ganz offizieller Pflichttermin an. Diesen Samstag findet um 19.30 Uhr im Saal des Gebensbacher Vereinsheims die Mitgliederversammlung statt. Neben den verschiedenen Rechenschaftsberichten steht die Ehrung für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft auf dem Programm. Genau eine Woche später ist es 45 Jahre her, dass 44 Gründungsmitglieder den Eissportverein Gebensbach ins Leben gerufen haben. Das Vereinsheim war an diesem 17. September nicht frei, „aber darauf anstoßen können wir auch eine Woche früher“ meinte Vorstand Peter Kerscher.

Neu zusammengestellt und benannt wurden vom Verband die vier Bayerischen Bezirksligagruppen. Der ESV Gebensbach bekommt es nun im Zehnerfeld der Gruppe Mitte mit EV Aich, EGW Augsburg, ESV Dachau, ESC Dorfen 1b, dem freiwillig aus der Landesliga runtergegangenen SE Freising, EV Fürstenfeldbruck 1b, EV Königsbrunn, Münchner EK und EC Pfaffenhofen 1b zu tun.

Die Gruppen Nord und Süd sind jeweils neun Teams stark. In der Gruppe West sind es nach dem Rückzug des EV Bad Wörishofen aus der Landesliga auch zehn Clubs geworden. Hauptrundenbeginn in den jeweiligen Gruppen ist der 21. Oktober, Schluss ist am 10. Februar und ab 17. Februar geht es mit den Playoffs der jeweils Erst- und Zweitplatzierten der vier Gruppen weiter.

Der ESV startet am So., 23. Oktober, um 17.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen Augsburg, Sa. 29. Oktober um 16.30 ist der ESV dann Gastgeber im Derby gegen Dorfen 1b. Das erste von vier Testspielen findet am Sonntag, 25. September um 17.30 Uhr in Dorfen gegen den EHC Straubing statt.

 

Kathrin Kronseder (Festausschuss), Willi Egert (zweiter Vorsitzender und Festausschuss), Nachwuchsleiter Christian Fischer, der erste Vorsitzende Peter Kerscher, zweite Kassiererin Lise Reiter und der sportliche Leiter Klaus Killy (von links) bei der Bierprobe.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Foto: Dominik Findelsberger (DFi)

Endlich wieder Sommerfest in Gebensbach

 

Gebensbach - Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause veranstaltet der ESV Gebensbach am Samstag, 2. Juni und Sonntag, 3. Juni sein Sommerfest. Ausgeschenkt wird das Taufkirchener Volksfestbier und bei der Bierprobe hat es schon mal voll überzeugt.

Auch sportlich herrscht beim Dorfclub nach zwei Corona-Saisonen auch sportlich wieder Normalbetrieb. Sowohl die erste Mannschaft, als auch der Nachwuchs befinden sich im Sommertraining. Der Sport gehört seit jeher auch zum Sommerfest. Am Samstag findet am 10 Uhr zum zwanzigsten Mal die Ortsmeisterschaft im Asphalt-Stockschiessen statt.

Dem Eishockeynachwuchs des ESV gehören auch gute Fußballer/innen an. Am Sonntag ab 9 Uhr finden Fußballturniere für U9, U11 und U13 statt. Gefordert ist der Nachwuchs an diesem Tag bei der Vorstellung der Mannschaften ab 16 Uhr nochmal.