ESV kassiert in letzter Sekunde Ausgleich und verliert kurz vor Ende der Verlängerung
Gebensbach – Eine Sekunde fehlte dem ESV Gebensbach zum Erreichen des Finales um die Bayerische Bezirksligameisterschaft. Fast mit der Schlusssirene gelang dem EV Bad Wörishofen der 2:2-Ausgleichstreffer und in der letzten Minute der Verlängerung der entscheidende Treffer zum 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) – Sieg.
Diese dritte Partie am Freitagabend on der Arena Wörishofen erreichte vielleicht nicht ganz Klasse und Tempo der beiden vorausgegangenen Duelle. Die Spannung nahm dafür von Minute zu Minute zu und entwickelte sich zum Krimi. Die ersten zehn Minuten hatten die gastgebenden Wölfe etwas mehr vom Spiel und verlangten Andy Fischer im ESV-Tor ein paar Paraden ab. Dann verdiente sich der ESV die Pausenführung durch kluges, und zunehmend zwingender werdendes, Kombinationsspiel. In Unterzahl fing Patrik Beham die Scheibe ab und Matthias Selmair schloss eiskalt zum 1:0 nach 15 Minuten ab.
Einen der schönsten Spielzüge inszenierten Maiko Müller und Jonas Weindl, den Weindl dreieinhalb Minuten nach Wiederbeginn zum 2:0 vollendete. Es folgten Riesen-Möglichkeiten der Gemschbecka, den Vorsprung auszubauen. Lukas Piller scheiterte am Torhüter, Matiss Pumpurs wurde bei einem vielversprechenden Break gefoult. In Überzahl enteilte Wörishofens Fabian Staib, von ESV-Verteidiger Patrick Beham verfolgt aber keinesfalls gefoult, kam dieser zum Abschluss, Torhüter Fischer parierte stark und dann entschied einer der Schiris auf Penalty. Dieses Geschenk nahm Michael Schejbal humorlos zum 1:2 (31.) an.
Bis zur Pause war das Momentum wieder mehr auf Seiten des Heimteams, aber der Vorsprung hielt auch dank Keeper Fischer. Der hatte nach Wiederbeginn noch ein paar brenzlige Situationen zu überstehen, ehe seine Vorderleute wieder zu ihrem Kombinations- und Konterspiel fanden. Christian Göttlicher nach tollem Solo und zweimal Matiss Pumpurs hatten den erlösenden Treffer auf dem Schläger. Zwischendurch klingelte es mal heftig an der Latte des Gebensbacher Tores. Mit dem letzten Angriff konnte sich Wörishofen vor dem ESV-Tor festsetzen und als der x-te Nachschuss einschlug, sahen viele der geschockten ESV-Fans die abgelaufene Spielzeit auf der Anzeigetafel.
ESV-Trainer Manuel Bertl bestätigte nach dem Spiel, dass der Treffer bei 59.59 fiel. Was ihn wurmte, waren zwei krasse Fehlentscheidungen der ansonsten gut pfeifenden Schiris: „Da war der geschenkte Penalty, dem sogar zwei gegnerische Fouls vorangegangen waren. Vor dem Treffer zum 3:2 entschieden sie auf Unerlaubten Weitschuss, obwohl Pumpurs an der gegnerischen Torlinie als Erster an der Scheibe war“. So gab es kurz vor Ende der zehnminütigen Overtime, in der der ESV die klareren Torchancen hatte, Bully mit dem anschließenden Gewaltschuss von Anton Hanke 36 Sekunden vor Schluss zum 3:2.
Ehrliches Bertl-Fazit: „Wir hatten es selbst in der Hand, früh genug alles klarzumachen“.
Tore/Assists: 0:1 (15.) Selmair (Beham / 4-5), 0:2 (24.) Weindl (Müller, Selmair), 1:2 (31.) Schejbal (Penalty / 4-5), 2:2 (60.) Knittel (Mitchell, Gejerhos), 3:2 (70.) Hanke – Strafminuten: EVW 8 / ESV 12 – Schiedsrichter: Christian Böhm, Stefan Wiest – Zuschauer: 105