Am Ende geht doch der ESV als Sieger vom Eis

3:2-Sieg – Die „Warriors“ verlangen den „Gemscheckern“ wirklich alles ab

Gebensbach – „Hauptsache gewonnen“ war der Tenor im ESV-Lager am Freitagabend.  3:2 (0:1, 2:1, 1:0) hatten die „Gemschbecka“ die Eisbach Warriors München niedergekämpft. Enormen Anteil am gelungenen Saisonstart hatte Torhüter Manuel Hammerlindl.

Dem forderten die läuferisch starken Warriors ein Vielfaches mehr an starken Paraden ab, als es gegenüber bei Johanna Porombovics im Gäste-Tor der Fall war. Der Einstieg in die Partie misslang auf ESV-Seite völlig mit einem Scheibenverlust hinterm eigenen Tor und den bestrafte Luis Gerlach mit dem 1:0 für die Münchner nach 55 Sekunden. Viel Nennenswertes passierte dann lange Zeit vor beiden Toren nicht. Die „Gemschbecka“ hatten große Probleme mit den läuferisch sehr starken Gästen.

Nach gut sieben Minuten kam es zur einzigen unschönen Szene dieses ansonsten sehr fairen Spiels. Münchens Leander Rau checkte Philipp Pfahler mit dem Stock von hinten und der zog sich beim Sturz auch noch einen blutigen Cut zu. Es war längst gepfiffen und klar, dass es eine Strafe gegen den Sünder geben würde, da trat ESV-Verteidiger Rudi Maier als Rächer auf – fünf Strafminuten für den Münchner, aber fünf plus Spieldauer und somit Sperre für das nächste Spiel für den ESV-Spieler kamen dabei raus. Bis zur Pause musste dann Hammerlindl noch einige Hochkaräter entschärfen.

Aus der Kabine zurück, riss der ESV den Spielverlauf mehr an sich. Das 1:1 in der 24. Min. durch Marek Olejnik mit einem Mann mehr war ein Treffer des Willens nach energischem Forechecking und Nachsetzen. Auch die Gäste nützten dann eine Überzahl zum erneuten Führungstreffer durch Jakob Resch (30.). Den Torschützen stoppte Hammerlindl drei Minuten später und im Gegenzug scheiterte zunächst Patrik Samanski. Man blieb aber am Drücker und Anton Angermeier war nach einem Abpraller zum 2:2 zur Stelle. Samanski (Olejnk) prüfte noch die Torhüterin, ehe deren Vorderleute wieder das Spielgeschehen bestimmten.

Die Pause kam dem ESV recht. Der verdiente sich durch mehr Torschüsse dann das 3:2 durch Samanski (53.). Keine Minute später wieder ein Lapsus der ESV-Defensive, aber drei Münchner brachten die Scheibe an Hammerlindl nicht vorbei. Der Rest war Abwehrschlacht, aber die Gebensbacher konnten sich gegen Ende immer mal befreien, so dass München erst wenige Sekunden vor Schluss die Torhüterin für einen Feldspieler ziehen konnte. Den Sieg ließ sich der ESV nicht mehr nehmen.

Statistik: Tore/Assists: 0:1 (1.) Gerlach (Eichmeier, Stock), 1:1 (24.) Olejnik (Selmair, Pfahler / 5-4), 1:2 (Resch (Jovovic / 5-4), 2:2 (34.) Angermeier (Beham), 3:2 (54.) Samanski (Machac, Angermeier) – Strafminuten: ESV 6 + 5+20 (Mayer) – EWM 6 + 5 (Rauh) – Schiedsrichter: Albert Aschenbrenner, Vinzenz Hähnel – Zuschauer: 134