homepage - ESV Goalie Manuel Hammerlindl mit starkem Save gegen Tobias Jakob (Wkbg 1b)
Den Puck sicher in der Fanghand hat ESV-Torhüter Manuel Hammerlindl vor Waldkraiburgs Tobias Jakob Foto: Dominik Findelsberger

Deftige Niederlage für den ESV in Waldkraiburg

Das war für ein Duell Ersten gegen Zweiten einfach zu wenig

Gebensbach – Diese 1:6 (0:3, 0:0, 1:3)-Niederlage am Freitgabend beim EHC Waldkraiburg 1b ist für den ESV Gebensbach deftig ausgefallen. Und dem Spielverlauf nach durchaus um ein, zwei Tore zu hoch. Dass die Gemschbecka in diesem „Spitzenspiel“ ernsthaft hätten was reißen können, davon waren sie jedoch von der ersten Sekunde an weit weg. 

„Wenn man sich einfach nicht an das hält und das spielt, was besprochen wurde, kommt es halt so“ muss Trainer Manuel Bertl feststellen. Das ging schon los nach dem ersten Wechsel, als alle ins gegnerische Drittel gestürmt waren. Ein gezielter Waldkraiburger Pass reichte und zwei Mann stürmten auf und davon. Tobias Jakob spielte gar nicht lang zum Nebenmann, sondern drosch die Scheibe nach 59 Sekunden am verdutzten Keeper Andreas Fischer vorbei in die ESV-Maschen zum 1:0. Die Gemschbecka rappelten sich allmählich auf, ein paar Tormöglichkeiten erkämpften sie sich, aber mehr Tempo und mehr Zug zum Tor zeichnete die Löwen aus.

In der 18. Minute versenkte Sebastian Mair im zweiten Versuch die Scheibe zum 2:0 mit voller Wucht. 47 Sekunden vor der Pause war die Partie praktisch entschieden, als Fabio Greimel von halblinks abzog, ein Gebensbacher Stock noch mit im Spiel war und Fischer völlig überrascht wurde zum 3:0. Mit Manuel Hammerlindl im Tor ging der ESV das zweite Drittel an. Und erkämpfte sich fast mehr Spielanteile und die eine oder andere Torchance, ohne die letzte Konsequenz und manchmal auch ohne Glück im Abschluss. Wenn die Löwen vorm ESV-Tor aufkreuzten, wurden dagegen Hammerlindl einige Glanztaten abverlangt.

Mit guten Möglichkeiten für Matthias Selmair, der über den Puck drosch und Antonin Radouch startete der ESV ins Schlussdrittel. Den ersten Überzahltreffer ließ Waldkraiburg in der 45. Min. durch Mair zum 4:0 folgen. Ebenfalls in Überzahl traf Florian Panthaler knapp eine Minute später. Knapp zehn Minuten waren noch auf der Uhr, da brachte eher ein Waldkraiburger Gegenbachs Maiko Müller zu Fall und beide rauschten im Liegen in die Bande. Da trat Bayernliga-Schiri Stefan Velkoski, der viel weiter als sein Kollege entfernt war, auf den Plan und verhängte völlig unverständliche fünf Strafminuten gegen Müller.

Die lange Unterzahl verteidigten die Gebensbacher dann sehr gut. Bis auf 36 Restsekunden, da traf Florian Engel zum 5:1. Symptomatisch der sechste EHC-Treffer 71 Sekunden vor Schluss: Paul Hipetinger gab Gas, zwei Gebensbacher kamen nicht nach, Hammerlindl zu spät aus seinem Tor und Mair traf im Nachschuss.

Tore/Assists: 1:0 (1.) Jakob (Hradek, Beer), 2:0 (18.) Mair (Stanik, Weinzierl), 3:0 (20.) Greimel (Hagemeister, Engel), 4:0 (45.) Mair (Schmidt, Jakob / 5-4), 4:1 (46.) Panthaler (Krzizok), 5:1 (55.) Engel (Hagemeister, Weiss / 5-4), 6:1 (59.) Mair (Hipetinger, Hundseder) – Strafminuten: EHC 14 / ESV 13 – Schiedsrichter: Stefan Velkoski, Raimund Guse – Zuschauer: 200