3:1-Sieg gegen Dorfen 1b – Freitag in München mit Sieg bereits Rang 2 gesichert
Gebensbach – Hohes Tempo, packende Zweikämpfe und Wahnsinns-Szenen vor beiden Toren – dieses Derbyhatte den rund 200 Zuschauern all das zu bieten. Verdient mit 3:2 (0:1, 2:0, 1:1) gewann der ESV Gebensbach am Sonntag auch das zweite Saison-Duell gegen die 1b des ESC Dorfen.
Aus der ersten von gefühlt drei Torchancen des gesamten ersten Spielabschnitts machten die Eispiraten gleich einen Treffer. Felix Wiedenhofer gewann ein Bully und setzte sich gegen etwas pomadig zu Werke gehenden Gemschbecka durch zum 1:0 nach gut drei Minuten. Die Partie wurde dann fast zum Einbahnverkehr Richtung ESC-Tor, in dem Keeper Simon von Fraunberg mit stoischer Ruhe die Schüsse nur so wegfischte. Zweimal rettete für ihn ein Torpfosten, aber dennoch fehlte in den Angriffen des ESV irgendwie die letzte Konsequenz.
Zurück aus der Pause schalteten die Mannen von Trainer Manuel Bertl nochmal einen Gang hoch. Es gab die erste Strafzeit dieses stets fairen Partie gegen Dorfen und den dritten Gegensbacher Pfostenschuss durch Matthias Selmair. Die Zwei Minuten gegen die Eispiraten waren am Ablaufen, da jagte Lukas Piller den Puck per Direktabnahme in die Maschen zum 1:1. Gebensbach erspielte sich nun Torchancen am Fließband, aber von Fraunberg hielt sein Team im Spiel. Dreieinhalb Minuten vor der Pause war es Matiss Pumpurs, der bei erneuter Überzahl im Gewühl am schnellsten schaltete und zum 2:1 einlochte. Als Pumpurs das ESC-Tor umkurvte und den Keeper beschäftigte, bekam elf sekunden vor der Sirene Florian Panthaler die „Mutter aller Torchancen“ auf den Schläger, aber Fraunberg konnte sich noch irgendwie in den Schuss werfen.
Mit einem kopfschüttelnden Panthaler ging es in die Kabinen. Kurz vor Halbzeit des Schlussabschnitts die zweite Strafzeit gegen den ESV und neun Sekunden später hieß es 3:1, als Lukas Piller nach starkem Break von Florian Sonnengruber eiskalt abschloss. Es kam eine weitere Strafe gegen Gebensbach dazu und nun spielten sich spektakuläre Szenen vor dem bärenstarken Sebastian Pfeuffer im ESV-Tor ab. Es ging gut und dann weiter mit einem Gebensbacher Festival der vergebenen Torchancen. Als Lukas Schwimmer 80 Sekunden vor Schluss einfach draufhielt und auch Pfeuffer zum Anschlusstreffer überraschte, wurde es nochmal eng. Wiedenhofer hatte sogar noch den möglichen Ausgleichstreffer auf der Kelle.
Tore/Assists: 0:1 (4.) Wiedenhofer, 1:1 (25.) Piller (Göttlicher, Mayer), 2:1 (37.) Pumpurs (Selmair, Mayer / 5-4), 3:1 (50.) Piller (Sonnengruber, Mayer / 4-5), 3:2 (59.) Schwimmer (Gerbl, Heidner) – Strafminuten: ESV 6 / ESC 6 – Schiedsrichter: Vinzenz Hähnel, Patrick Holler – Zuschauer: 197
Wie gegen Dachau auch in München 1:3-Rückstand gedreht
Der Münchner EK hatte bei seiner 5:9-Niederlage in Dorfen vor drei Wochen schon angedeutet, dass er ein sehr unangenehmer, ja hartnäckiger Gegner sein kann. Mit einem 5:3 (1:3, 2:0, 2:0) – Sieg erkämpfte sich der ESV am Freitgabend die drei Punkte und die Gewissheit, dass nach der Freisinger 6:7-Niederlage gegen Dorfen 1b Rang 2 endgültig sicher ist.
„Die Münchner haben auf Konter gelauert du wir haben sie mit unseren Fehlern dazu auch eingeladen. Das haben wir ab dem zweiten Drittel korrigiert, am Ende souverän gewonnen und in Matiss Pumpurs den überragenden Spieler“. Bertl gab zu, „dass er angesichts der Gegentreffer bereits nach 18 Minuten die Torwart-Karte mit Sebastian Pfeuffer für Manuel Hammerlindl ziehen musste“.
Tore/Assists: 1:0 (3.) Steer, 1:1 (6.) Pumpurs (Selmair), 2:1 (8.) Stroppe (Glattenbacher, Deutzmann), 3:1 (18.) Deutzmann (Stroppe, Vinnystkyi / 5-4), 3:2 (25.) Sonnengruber (Ph. Pfahler), 3:3 (26.) Pumpurs (C. Pfahler), 3:4 (49.) Selmair (Pumpurs, Panthaler), 3:5 (58.) Pumpurs (5-4) – Strafminuten: MEK 16 / ESV 14 – Schiedsrichter: Adam Niejodek, Jan Norrgard – Zuschauer: 83